25.01.2021

Zwischenruf: "Bruder Ramelow, so geht es nicht"

Freikirchen übernehmen Verantwortung für dieses Land. Undifferenzierte Pauschalkritik greift zu kurz

Am Dienstag hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow die Freikirchen mit den Corona-Maßnahmen kritisiert. "Viel zu pauschal und sachlich falsch." Hier eine Entgegnung von Uwe Heimowski:

(Wartburg Verlag GmbH) Ich schätze Bodo Ramelow. Er hat sich mehr als einmal mutig zu seinem Glauben bekannt. Er hat die Courage, auch Fehler einzugestehen, wie zuletzt, als er zugab, dass er selber in seiner Einschätzung der Corona-Maßnahmen falsch lag und nachträglich der Kanzlerin Recht gab. Aber nun hat er sich vergaloppiert. Mit seiner pauschalen Behauptung die Freikirchen hätten sich in die Selbstverpflichtungen der Kirchen nicht einbeziehen lassen, liegt er komplett falsch.
Es mag einzelne Kirchgemeinden gegeben haben, die Gottesdienste ohne Hygienekonzept abgehalten haben (wie auch bei den beiden großen Kirchen). Aber diverse Verlautbarungen von Kirchenleitungen, etwa der Baptisten, der Adventisten sowie der Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) oder der Evangelischen Allianz in Deutschland strafen den Ministerpräsidenten Lügen. Bei den offiziellen Gesprächen im Innenministerium war ein Vertreter der VEF anwesend. Die VEF formulierte etwa am 16.12. in einem Schreiben an ihre Mitgliedskirchen zu Weihnachten: "Wie alle anderen tragen Christen und christliche Kirchen hier eine Verantwortung. In diesem Dilemma könnte ein freiwilliger Verzicht von Gemeinden, Präsenz-Gottesdienste durch- zuführen, ein verantwortliches Signal der Solidarität sein: Wir dürfen, aber wir nehmen Rücksicht. Nicht aus Zwang, sondern aus freien Stücken. Die Religionsfreiheit wird gewahrt und wir leben sie als Freiheit zum Verzicht.“ ... Hier geht es  zum kompletten Artikel

Hier geht es zur idea-Meldung:  Lockdown: Bitte keine pauschalen Anschuldigungen

Freikirchlicher Landesverband wehrt sichwww.meine-kirchenzeitung.de/weimar/c-aktuell/freikirchlicher-landesverband-wehrt-sich_a24533