08.06.2006

1200 kickoff-Treffs - Start in Frankfurt mit Gottesdienst und Gebeten

Bischof Huber zur WM: Der eigentliche Sieg ist der Glaube an Gott<br />

1200 kickoff-Treffs - Start in Frankfurt mit Gottesdienst und Gebeten

Bischof Huber zur WM: Der eigentliche Sieg ist der Glaube an Gott

Frankfurt/München/Bad Blankenburg (dea/idea)
In einem Internetrundbrief stellt der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft die missionarische Aktion kickoff vor, die nach fast vierjähriger Vorbereitungszeit gleichzeitig mit der WM an den Start geht. In vielen der über 1000 Orten mit kickoff-Treffs hätten bereits am 8. Juni Mitarbeitergottesdienste und Gebetstreffen stattgefunden. In Frankfurt feierten Christen am Hauptbahnhof einen Freiluftgottesdienst. Auf einer Bühne wird die örtliche Evangelische Allianz bis zum 9. Juli täglich ein neunstündiges Programm mit Musik, Tanz, Interviews und Filmen anbieten. Im Namen von Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) dankte Stadträtin Elisabeth Haindel am 8. Juni den beteiligten Gemeinden: „Wir beten für ein friedliches, freudvolles und begeisterndes Ereignis.“ In dem Gottesdienst mit 400 Besuchern informierten auch Polizisten über ihre Aufgaben. In kleinen Gruppen beteten die Gottesdienstteilnehmer für die Gesetzeshüter.

Gebet für die WM rund um die Uhr

Während der kickoff-Wochen in Frankfurt beten Christen in einem Gemeindehaus im Stadtteil Sachsenhausen rund um die Uhr für die WM. In der Mainmetropole arbeiten insgesamt rund 700 Christen ehrenamtlich bei den kickoff-Angeboten mit. Rund 400 sind dazu angereist und wohnen in einem Zeltlager. Drei Viertel von ihnen kommen aus dem Ausland. Der Frankfurter Allianzvorsitzende Norbert Welski sagte zum Ziel der Aktion: „Wir wollen, dass Menschen aller Kulturen und Nationen die Weltstadt Frankfurt mit einem Gesicht der Liebe kennen lernen.“ Ein Infostand der Allianz hilft WM-Gästen dabei, sich in der Stadt zurechtzufinden. Während der WM wird es in 1.200 landes- und freikirchlichen Gemeinden kickoff-Treffs geben. Sie übertragen Spiele auf Großleinwände. Außerdem wird über den Digitalsender Bibel TV ein halbstündiges Sportstudio ausgestrahlt.

Bischof Huber: Wer nicht gewinnt, ist noch kein Versager

Zu Fairness und Barmherzigkeit bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), aufgerufen. „Bleiben wir in unserem Urteilen barmherzig.
Wer nicht gewinnt, ist noch kein Versager“, sagte er am 9. Juni im Eröffnungsgottesdienst zur WM in München. Nach Hubers Worten ist der eigentliche Sieg nicht die Trophäe der Weltmeisterschaft, sondern der Glaube an Gott. Deshalb könne man die Spiele genießen, ohne dass deren Ergebnis die Welt zum Einsturz bringe. Der Ratsvorsitzende bezeichnete den Fußball als ein „starkes Stück Leben“. In den 90minütigen Spielen lasse „sich mehr an Glück und Angst, an Hoffnung und Enttäuschung, an Freude und Scheitern erleben als sonst in ganzen Wochen, Monaten, vielleicht sogar Jahren“. Huber äußerte ferner seine Hochachtung vor Gesten der Frömmigkeit im Fußball, etwa wenn Spieler sich bekreuzigen oder ihre Hände dankbar zum Himmel recken. Huber weiter: „Viele Menschen haben sich angestrengt und alles Erdenkliche getan, um hochklassige und faire, fröhliche und friedliche Spiele zu ermöglichen. Aber ob es gelungene Spiele werden, liegt zuletzt an Gottes Segen; ihn erbitten wir.“