19.09.2004

Freie evangelische Gemeinden: Ehemaliger Ost-Präses wird 75

Johannes Schmidt bezeichnete den Sozialismus als „dämonische Ideologie“

Freie evangelische Gemeinden: Ehemaliger Ost-Präses wird 75

Johannes Schmidt bezeichnete den Sozialismus als „dämonische Ideologie“

S o l i n g e n (idea) – Der ehemalige Präses (Bundesvorsteher) des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in der DDR, Pastor Johannes Schmidt (Solingen), vollendet am 23. September sein 75. Lebensjahr. Er nahm dieses Amt von 1975 bis zur Wiedervereinigung der Freikirche Anfang 1991 wahr. Anschließend war er bis 1992 Mitglied im höchsten Leitungsgremium der Freikirche, der Bundesleitung. In dieser Zeit fungierte der Vater von sechs Kindern auch als Beauftragter seiner Kirche für die neuen Bundesländer. Dem Bund gehörten in der DDR 21 Gemeinden mit über 1.100 Mitgliedern an. Der Theologe war in der DDR außerdem Vorsitzender der dortigen Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Er arbeitete ferner im Allianzkomitee mit, dem Leitungsgremium der Evangelischen Allianz in der DDR, und anschließend bis 1993 im Hauptvorstand der gesamtdeutschen Allianz. Schmidt bezeichnete den Sozialismus im Oktober 1990 als „dämonische Ideologie“, die über die marxistische Volksbildung tiefe Schäden in den Menschen hinterlassen habe.