23.01.2026
Emanuel Brandt wurde in die Ewigkeit abberufen
Der Stiftungsrat der Evangelischen Allianz-Stiftung bedauert den herben Verlust.

© Stefanie Eggers-Macuch
Das Mitglied des Stiftungsrates der Evangelischen Allianz-Stiftung, der Jurist Emanuel Brandt, wurde am 14. Januar 2026 im Alter von 75 Jahren aus dieser Welt abberufen. Emanuel Brandt gehörte dem Stiftungsrat seit seiner Gründung 2005, also über 20 Jahre an. Als überzeugter Baptist war Emanuel Brandt auch ein hoch engagierter und überzeugter Mann der Evangelischen Allianzbewegung, die ihn bereits 1988 in den damaligen Hauptvorstand berief. Bis zur dort vorgesehenen Altersgrenze von 68 Jahren hat er 30 Jahre kräftig mitgewirkt und mitgearbeitet.
Emanuel Brandt war nicht der Mann der großen Bühne. Er drängte sich nicht in den Vordergrund. Juristisch versiert und geschäftsführungserfahren engagierte er sich aus einer treuen Jesus-Liebe heraus in Allianzgremien, wie den Stiftungsräten der Evangelischen Allianz-Stiftung sowie der Paul-Deitenbeck-Stiftung. Aufgrund seiner Kompetenzen bat man ihn 1999 zur Mitarbeit im Finanzausschuss der Evangelischen Allianz in Deutschland. Zusätzlich wurde er 2001 in den Aufsichtsrat der Evangelischen Allianzhaus Bad Blankenburg gGmbH berufen, dem er bis Ende 2024 angehörte.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Johannes Schmidt aus Bonn, blickte dankbar auf die Weggemeinschaft mit Emanuel Brandt zurück: „Seine zugewandt-großherzige großväterliche Art, sein lebenserfahrenes breites Wissen sowohl um die Geschichte der Allianz und der in ihr vertretenen Denominationen als auch in juristischen Belangen (besonders im Arbeitsrecht), seine hanseatische Klarheit in der Argumentation, die stets verbunden war mit der Bereitschaft, zuzuhören und sich ggf. auch umstimmen zu lassen, haben ihn für mich zu einem ganz besonderen Gesprächspartner und wichtigen Sparringspartner im Aufsichtsrat gemacht. Wirklich bemerkenswert und vorbildhaft war für mich aber insbesondere sein Umgang mit gesundheitlichen Herausforderungen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihn bei einem unserer letzten Gespräche nach seinem Ergehen fragte und er mir sagte: "Weißt du, Johannes, ich erlebe gerade das sehr deutlich, was Paulus im 2. Korintherbrief schreibt: »Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.« Mir geht es genauso: Die Hülle verfällt - aber innerlich merke ich, wie ich erneuert werde." Dieses Zeugnis hat mich nachhaltig beeindruckt und wird mir von Emanuel noch lange in Erinnerung bleiben“.
Als ich 1988 in den hauptamtlichen Dienst der Evangelischen Allianz eingetreten bin, kam er im selben Jahr als neu berufenes Mitglied in die Mit-Leitungsverantwortung, ein großer auch persönlicher Gewinn für mich persönlich. Man darf es augenzwinkernd sagen: Auch in dem weithin von Theologen dominierten Gremien war sein Sachverstand von außerordentlicher Wichtigkeit, verbunden mit der tiefen geistlichen Jesusliebe, bis zum Schluss.
Die Evangelische Allianz-Stiftung und die Evangelische Allianz in Deutschland gedenken seiner in großer Dankbarkeit für die Mitgestaltung der Evangelischen Allianzarbeit in über drei Jahrzehnten in vielfältiger Weise.
Emanuel Brandt darf nun schauen, was er geglaubt hat. Für ihn ist sein Leben vollendet. Wir Hinterbliebenen schauen dankbar auf das Geschenk seines Lebens und Dienstes für uns und möchten gerne seinem Glauben folgen.
Seiner Frau Karla und den Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und Geschwistern wünschen wir in diesen Tagen besonders einen offenen Himmel der tröstenden Gegenwart Gottes!
Hartmut Steeb
Vorstand der Evangelischen Allianz-Stiftung
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