11.11.2025
9 Thesen für interkulturelle Gemeinschaft in Deutschland
Forum aktiv.miteinander.interkulturell (AMIN): Vielfalt in versöhnter Einheit leben
Vielfalt in versöhnter Einheit leben
9 Thesen für interkulturelle Gemeinschaft in Deutschland
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Gottes DNA...
Die Kirche ist Gottes Erfindung. Sie ist Tempel Gottes und „Leib Christi“, d.h. zahlreiche Glieder herzlich miteinander verbunden. Gott bestimmt ihr Wesen (DNA), nicht Menschen. Darum ist sie:
- Christi Gemeinde, statt unsere
Sie ist die eine Familie Gottes (Eph 2,19) aus allen Völkern und Sprachen (Off 5,9). Sie gehört dem Herrn (Kol 1,18), nicht uns Menschen.
Wie nehme ich meine Geschwister (-Gemeinden) wahr und freue mich an ihnen? - Vielfältig, statt einförmig
In ihrer Vielfalt spiegelt die Gemeinde Gottes unendlichen Reichtum wieder (Eph 1,21). Das zeigt sich in den vielen Menschen, Sprachen, Musikstilen, Anbetungsformen.
Wie zeigt sich diese Vielfalt in unserem Gottesdienst, Gemeindeleben und Leitung? - Gemeinsam, statt getrennt
Jesus betete intensiv um die Einheit seiner Jünger (Jo 17,21), und die erste Gemeinde war nach Pfingsten ein Herz und eine Seele (Apg 4,32). Das ist auch unser Herzensanliegen (Eph 4,3). Und die Ewigkeit werden die Christen der ganzen Welt und aller Zeiten gemeinsam erleben (Off 7,9).
Wie können wir diese Einheit bereits jetzt einüben? - Stark, statt schwach
Jesus baut seine Gemeinde (Mt 16,18), doch sind viele Gemeinden in Europa heute klein und überaltert.
Benötigen wir Unterstützung durch internationale Geschwister, wo viele Gemeinden stark wachsen? - Lernbereit, statt selbstzufrieden
Jede Kultur hat Stärken und Schwächen. Darum brauchen wir die gegenseitige Ergänzung, können viel voneinander lernen. Gottes Geist spricht durch jeden Christen (1Kor 12,7); miteinander erfahren wir Gottes Wahrheit und Anbetung (Eph 4,15).
Wie lernbereit sind wir? Wie schätzen wir den Reichtum unserer Geschwister? - Widerstandsfähig, statt anfällig
Geistliche, biologische und Leitungsteam-Monokulturen sind in Krisen gefährdet, vielfältige Kulturen dagegen robust und anpassungsfähig (Röm 12,4).
Wie bereiten wir uns auf Stürme vor? - Demütig, statt überheblich
Viele Gemeinden sind von ihrer Theologie, ihren Formen und Programmen überzeugt, obwohl sie damit meist nur ihresgleichen erreichen. Dabei übersehen sie leicht weitere Gemeinden in ihrer Nachbarschaft (Phil 2,3).
Wie gelingt es uns, in Demut den anderen höher zu achten als uns selbst? - Offen, statt geschlossen
Unser Auftrag liegt in der Welt (Apg 2,47). Dazu müssen wir sprach- und beziehungsfähig für Gemeindefremde sein und benötigen einander in unterschiedlicher Herkunft.
Wie helfen uns Neue, intensiver und weiter zu sehen, damit wir unsere Bestimmung leben? - Dynamisch, statt unbeweglich
Leben heißt Veränderung, und jede Gesellschaft wandelt sich rasant. Viele sind jedoch mit dem Gewohnten zufrieden, ja betriebsblind. Darum braucht es Menschen mit anderen Erfahrungen, um Neues zu wagen (Apg 11,20).
Wie wächst unsere Gemeinde strukturell, wenn nicht von den Rändern?

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