01.05.2017

Weltallianz-Generalsekretär: Reformation hat die Welt verändert

Die Reformation vor 500 Jahren hat Deutschland und die Welt nachhaltig verändert. Diese Ansicht vertrat der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Ephraim Tendero (Manila), am 1. März in Bad Blankenburg.

Die Reformation vor 500 Jahren hat Deutschland und die Welt nachhaltig verändert. Diese Ansicht vertrat der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Ephraim Tendero (Manila), am 1. März in Bad Blankenburg. Er sprach bei einem Empfang anlässlich der einwöchigen Leitertagung der WEA. „Wir wollen dem Rest der Welt weitergeben, was Martin Luther vor 500 Jahren zentral erkannt hat – dass der Mensch gerecht wird allein aus Gnade, allein aus Glauben und allein durch Christus.“ Nach Worten des Vorsitzenden der WEA, Ndaba Mazabane (Südafrika), verändert sich die Welt dramatisch. So stelle etwa die internationale Flüchtlingswelle nicht nur Europa vor enorme Herausforderungen. Mazabane dankte Deutschland dafür, dass es so viele Menschen aufgenommen habe. Damit habe es der biblischen Aufforderung entsprochen, den „Fremden“ freundlich zu beherbergen. Die Christenheit rief Mazabane zur Einheit auf: „Die Kirche, für die Jesus Christus starb, ist eine apostolische und geeinte Kirche.“ Spaltungen machten die biblische Botschaft unglaubwürdig.

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter (Mülheim an der Ruhr), hob die weltweite Bedeutung des Reformationsgeschehens hervor: „Wie würde die Welt wohl heute ohne Luther und seine Mitstreiter aussehen?“ Für Deutschland sei das Jubiläum eine Chance, sich auf die geistlichen Impulse der Reformation zurückzubesinnen. Dazu wolle auch die Evangelische Allianz beitragen. Der Beauftragte des Freistaates Thüringen für das Reformationsjubiläum, Thomas Seidel (Erfurt), bezeichnete das 500-jährige Jubiläum als Chance, auch der Kirche fernstehende Menschen auf die Bedeutung der Reformation aufmerksam zu machen. Immerhin gehörten in Thü- ringen, wo sich zahlreiche wichtige Reformationsstätten befänden, rund 75 Prozent der Bürger keiner Kirche an. Er verstehe seine Tätigkeit als Übersetzungsaufgabe. Es gelte zu vermitteln, was durch Martin Luther und die Reformation in die Gesellschaft gekommen sei.