01.05.2017

Steeb und Vetter: Tötung ungeborener Kinder darf nicht noch mehr zum Normalfall werden!

Auf eine Signalwirkung der zum Jahresbeginn entbrannten Debatte um den niedersächsischen Gynäkologen Thomas Börner hoffen der Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb und der Allianzvorsitzende Ekkehart Vetter.

Auf eine Signalwirkung der zum Jahresbeginn entbrannten Debatte um den niedersächsischen Gynäkologen Thomas Börner hoffen der Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb und der Allianzvorsitzende Ekkehart Vetter. Das „entschlossene Nein“ des Chefarztes im Krankenhaus Dannenberg (Niedersachsen) und keine Abtreibungen vorzunehmen, müsse „zu einem Weckruf führen und die längst überfällige Überprüfung einläuten, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom Mai 1993 gefordert hat“, fordern Steeb und Vetter in einer Presseerklärung. „Offenbar ist entgegen der Rechtslage die Abtreibungsmentalität so fest in unserem Volk verankert, dass jedes Nein dagegen zu einer öffentlichen Entrüstung führt. Das Nein muss aber die Regel, das Ja zu einer Abtreibung kann höchstens die Ausnahme sein“, schlussfolgert das Führungsduo der Deutschen Evangelischen Allianz. Bei etwa 100.000 registrierten Abtreibungen pro Jahr in Deutschland sei „mehr als offensichtlich, dass es bei Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland nicht mehr um außergewöhnlich begründete Notsituationen geht, sondern ein unkontrolliertes Massenphänomen eingetreten ist“.

Der Chefarzt des Dannenberger Krankenhauses, Thomas Börner, habe mit seinem Nein aufgrund der Gesetzes- und Rechtslage seine Verantwortung wahrgenommen und von seiner Glaubens- und Gewissensfreiheit Gebrauch gemacht. Sofern diese zwar für ihn selbst anerkannt werde, ihm aber untersagt werden solle, dies auch für seinen Verantwortungsbereich gelten zu lassen, sei dies „ein ethischer Skandal“. Es müsse einem Vorgesetzten „selbstverständlich möglich sein, die ethischen Rahmenrichtlinien für seine Mitarbeiter vorzugeben“. Vetter und Steeb riefen Politik, Kirchen, Diakonie, Caritas und auch die Medien auf, öffentlich für das „unumstößliche Recht auf Leben für jeden Menschen, auch für den Ungeborenen“ einzutreten, Schwangere in Notsituationen zu beraten und zu begleiten und auch nicht öffentlich von einem nicht gegebenen „Recht auf Abtreibung“ zu sprechen.