28.03.2017

Deutschland: Baake weist Volker Becks Kritik an „Open Doors“ zurück

Geht es dem Grünen-Politiker mehr um Prinzipien als um das Leid Verfolgter?

Wolfgang Baake (c) privat

Deutschland: Baake weist Volker Becks Kritik an „Open Doors“ zurück

Geht es dem Grünen-Politiker mehr um Prinzipien als um das Leid Verfolgter?

Wetzlar (idea) – Deutliche Kritik am religionspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, hat der frühere Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake (Wetzlar), geübt. Hintergrund ist Becks Äußerungen zum christlichen Hilfswerk für verfolgte Christen „Open Doors“ (Kelkheim bei Frankfurt am Main) während des gemeindemissionarischen 

Kongresses „Dynamissio“ in Berlin. Dort hatte der Politiker erklärt, dass er über die Arbeit des Werkes „todunglücklich“ sei, weil es diesem nur um Christen gehe und nicht um die Freiheit aller religiös Verfolgten. Er warf dem Werk zudem vor, es „skandalisiere Christenverfolgung“, um Spenden einzuwerben. „Hätte sich Herr Beck nur etwas mit der Bibel befasst, wäre ihm die Anweisung des Apostels Paulus bekannt: ‚Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst und Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen‘ (Galater 6,10)“, sagte Baake. Diese Aufforderung sei die Grundlage von „Open Doors“, das keine Menschenrechtsorganisation,sondern ein christliches Hilfswerk sei: „Jede Organisation muss ihre Arbeit nach den Statuten erfüllen, die sie sich gegeben hat.“ Das sei bei „Open Doors“ nicht anders als bei den Grünen. Aus diesem Grund kümmere sich das Werk zuerst um Christen, die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe der Welt. Becks Kritik lasse fragen, ob es ihm mehr um Prinzipien als um das Leid dieser Menschen gehe, die um ihres Glaubens willen ausgegrenzt, eingekerkert und gefoltert würden, so Baake.