18.01.2016

Zeit zum Aufstehen und Zusammenstehen

Zeitansage Januar 2016

Zeit zum Aufstehen und Zusammenstehen

Zeitansage Januar 2016

Es ist Zeit für das Wesentliche. Es ist Zeit, die großen Schätze unseres Glaubens neu zu entdecken und wertzuschätzen. Nichts braucht unsere evangelische Kirche in Deutschland so sehr wie einen neuen geistlichen Aufbruch aus ihrer Mitte heraus:
Es ist Zeit, diese Mitte neu zu entdecken, die uns überhaupt erst zur Kirche macht: Jesus Christus und sein Leben schaffendes Wort. Es ist Zeit für das Zentrum. Darum laden wir ein, diesen Ruf zur Mitte zu unterstützen und weiterzutragen. 

Ein Impuls für die Zukunft der Kirche

Wir laden alle Christen in unserem Land dazu ein, diese Initiative für die Zukunft der Kirche zu unterstützen und mit ihrer Unterzeichnung den Impuls weiterzutragen.

Januar 2016

www.zeit-zum-aufstehen.de

Zeit zum Aufstehen - und Zusammenstehen

Liebe Schwestern und Brüder, 

„Zeit zum Aufstehen“ ist eine Initiative zur Erneuerung der Kirche, die rund 20.000 Christen gemeinsam unterstützen und darüber hinaus viele weiter tragen in ihre Gemeinden und Kirchen. Angesichts aktueller Debatten im Raum der Deutschen Evangelischen Allianz und des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes gewinnt unser „Ruf zur Mitte“ eine neue Bedeutung. Wir rufen dazu auf, zusammen zu stehen, sich neu an Gottes Wort zu orientieren und wo nötig gegenseitig korrigieren zu lassen. 

Dabei halten wir es für unangemessen, wenn die sieben Thesen von „Zeit zum Aufstehen“, die über knapp zwei Jahre hinweg einen breiten Konsens gefunden haben, verändert und erweitert würden. Damit würde ein breit getragener Konsens verlassen. Vielmehr sollen sie in der vorliegenden Fassung weiter wirken. Wir halten es für geboten, mit diesen Thesen zu arbeiten, sie in der Verkündigung und im Gespräch zu interpretieren und zu vertiefen. Dazu bietet unser gemeinsames Buch (Diener/Kern: Zeit zum Aufstehen, 2014) eine grundlegende Anregung.

Als Initiatoren haben wir uns daher auf die beiliegende Stellungnahme verständigt, die wir Ihnen hiermit zukommen lassen. Wir bitten Sie darum, mit uns zusammen zu stehen für die Einheit der Christen in unserem Land und sich zum Segen für viele neu senden lassen.
Seien Sie im Namen aller Initiatoren herzlich gegrüßt
Ihr
Pfarrer Steffen Kern

Zeit zum Aufstehen – und Zusammenstehen

Eine Stellungnahme der Initiatoren von „Zeit zum Aufstehen“

Die Initiative „Zeit zum Aufstehen“ besteht seit knapp zwei Jahren. Zwölf Repräsentanten evangelischer Basisbewegungen haben angesichts des bevorstehenden Reformationsjubiläums und verschiedener auseinander strebender Strömungen einen gemeinsamen „Ruf zur Mitte“ formuliert. Rund 20.000 Menschen haben dieses Votum seitdem durch ihre Unterschrift ausdrücklich unterstützt; viele tragen diesen Impuls weiter und sehnen sich nach einem neuen geistlichen Aufbruch in den evangelischen Kirchen.

In der Präambel heißt es:

„Als Christen stehen wir zusammen, denn wir sind durch Jesus Christus auf einzigartige Weise verbunden.

Wir laden dazu ein, von Herzen in das Bekenntnis mit einzustimmen: Allein Jesus Christus befreit uns. Allein durch seine Gnade sind wir gerettet. Allein durch den Glauben an ihn haben wir das Leben. Allein durch die Bibel finden wir einen Maßstab für das, was wir glauben und wie wir leben.

Wir bekennen, dass wir dem oft nicht gerecht werden, was wir glauben und was dem Willen Gottes entspricht. Deshalb bitten wir um Vergebung für mangelnde Treue im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Wir leben von der Barmherzigkeit des dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Bewegt von seiner Liebe, stehen wir gemeinsam auf gegen Lehren, Ideologien und Kräfte in unseren Kirchen und in unserer Gesellschaft, die die Würde des Menschen in Frage stellen, die Freiheit des Bekenntnisses einschränken und das Herzstück unseres Glaubens preisgeben.“

„Zeit zum Aufstehen“ gewinnt neue Bedeutung

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten im Raum der Deutschen Evangelischen Allianz und des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes gewinnt „Zeit zum Aufstehen“ eine neue Bedeutung. Eindringlich rufen wir als Initiatoren dazu auf, zusammen zu stehen, sich gemeinsam am Wort Gottes zu orientieren, sich gegenseitig korrigieren und neu senden zu lassen.

Gelegentlich wird ins Gespräch gebracht, die Thesen seien zu ergänzen, in die eine oder andere Richtung zu präzisieren oder zu erweitern. Ein solches Ansinnen widerspricht jedoch der Intention der Initiative. Sie gewinnt ihre Kraft vielmehr aus dem, was sie von Anfang an ist: ein schlichter Impuls zur Erneuerung der Kirche.

Das Entscheidende ist gesagt

Die sieben Thesen markieren wesentliche Aspekte unseres Glaubens und Lebens als Christen, auf die es aus unserer Sicht heute besonders ankommt. Sicher: Einiges fehlt, manches könnte unter verschiedenen Aspekten ergänzt, präzisiert oder erweitert werden, und doch ist Entscheidendes gesagt. „Zeit zum Aufstehen“ ist aber keine vollständige Zusammenfassung unseres Glaubens. „Zeit zum Aufstehen“ ist auch kein Anstoß, neben bestehenden Werken eine neue Institution zu gründen. „Zeit zum Aufstehen“ ist vielmehr ein Ruf zur Mitte – getragen von Christen verschiedener Prägungen, die im Entscheidenden verbunden sind. Dieser Impuls soll in bestehende Werke und Verbände, in Kirchen und Gemeinden hineinwirken, orientieren, sammeln und verbinden.

Klare Orientierung zu „Ehe – Familie – Homosexualität“

Gerade jetzt hat dieser Ruf zur Mitte eine ganz neue Bedeutung – auch im Blick auf das Themenfeld Ehe und Familie, zu dem kirchliche Verlautbarungen der vergangenen Jahre durchaus Desorientierendes geäußert haben. In These 5 halten wir darum fest:

Der Mensch ist als Mann und Frau geschaffen; dieses Gegenüber ist Gottes gute Schöpfungsgabe.

Wir stehen ein für die Ehe von Mann und Frau. Sie ist für jede Gesellschaft grundlegend. Wir wollen das aus dieser Gemeinschaft geschenkte Leben von Familien fördern.

Wir stehen auf für die Stärkung der Ehe und gegen ihre Entwertung.

Die These wird im zugehörigen Buch – Diener, Kern (Hg.): Zeit zum Aufstehen, Holzgerlingen 2014 – ausführlich erläutert und auf die gegenwärtigen Herausforderungen bezogen (Seite 77ff). Die biblisch-theologischen Orientierungen werden ebenso klar benannt wie die Herausforderung, einander im Geist Jesu Christi zu begegnen und Spannungen auszuhalten. In der gegenwärtigen Debatte rufen wir diese Eckpunkte in Erinnerung. – Weiter heißt es in dem Artikel:

Wir nehmen eine tiefe Sorge in vielen Gemeinden wahr und erleben diese Situation als sehr ernst. Viele engagierte Christen sehen die Einheit der Kirche in Frage gestellt. Eine solche Besorgnis um die Kirche hat es unseres Erachtens in dieser Tiefe in den letzten Jahren, ja wohl Jahrzehnten nicht gegeben. Zugleich erleben wir die Diskussion zum Teil als sehr aufgeheizt. Allzu schnell werden die Vertreter einzelner Positionen entweder des Glaubensabfalls verdächtigt oder des Fundamentalismus bezichtigt. Beides wird weder der Sachfrage noch den betroffenen Menschen gerecht. Hier ist unseres Erachtens Nüchternheit gefragt. Es gilt, nach der Wahrheit zu fragen und diese in Liebe zu leben. (Seite 88f)

Jetzt erst recht: Zusammenstehen und unterzeichnen

Diese Analyse gilt heute mehr denn je. Darum rufen wir die Verantwortlichen in Kirchen und Werken dazu auf, in der jetzigen Debatte der Versuchung neuer Spaltungen zu widerstehen, gemeinsam auf Gottes Wort zu hören und von ihm geleitet zum Segen für die Menschen zusammen zu stehen. Gerade jetzt laden wir dazu ein, gemeinsam aufzustehen und die Initiative durch eine Unterzeichnung zu unterstützen: www.zeit-zum-aufstehen.de

gez. Steffen Kern, 18. Januar 2016

Die Initiatoren: Ralf Albrecht, Prof. Johannes Berthold, Dr. Michael Diener, Henning Dobers, Steffen Kern, Gudrun Lindner, Gerhard Pross, Dr. Carsten Rentzing, Thomas Römer, Hartmut Steeb, Hans-Joachim Vieweger, Dr. Dr. Roland Werner

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