29.03.2006
Württemberg: 50. Hofacker-Konferenz auf dem Stuttgarter Killesberg
Vor dem Abbruch der alten Messe ermutigen Pietisten zum geistlichen Aufbruch<br />
Württemberg: 50. Hofacker-Konferenz auf dem Stuttgarter Killesberg
Vor dem Abbruch der alten Messe ermutigen Pietisten zum geistlichen Aufbruch
S t u t t g a r t (idea/dea) - Zum 50. Mal lädt die württembergische Ludwig-Hofacker-Vereinigung zu einem südwestdeutschen Glaubenstreffen ein. Der „Christustag“ findet am 15. Juni, dem katholischen Fronleichnamsfest, auf dem Stuttgarter Messegelände „Killesberg“ statt. Im nächsten Jahr soll die Messe in den Stuttgarter Süden verlagert werden. „Bevor es zum Abbruch kommt, ermutigen Pietisten Kirche und Gesellschaft zum geistlichen Aufbruch“, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung, Erwin Damson (Korntal bei Stuttgart), gegenüber idea. Die Veranstalter erwarten bis zu 15.000 Besucher, die sich für eine von 13 Teilkonferenzen entscheiden müssen. Unter dem Gesamtthema „Wählt das Leben“ werden eine große Bibelkonferenz mit dem ProChrist-Hauptredner Ulrich Parzany (Kassel) und Fernsehmoderator Peter Hahne (Berlin) sowie Spezialtreffen zu Fragen der Jugend-, Senioren- und Bildungsarbeit angeboten. Einen Schwerpunkt bildet auch die Beschäftigung mit dem Islam. Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) nimmt an einer Podiumsdiskussion über wachsende Gemeinde teil, stellt sich den Fragen von Jugendlichen und spricht bei der Schlußversammlung ein „Wort zum Tag“. Weitere Redner sind der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Peter Strauch (Witten) vom Bund Freier evangelischer Gemeinden, Altlandesbischof Gerhard Maier (Tübingen), der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Pfarrer Christoph Morgner (Siegen), und der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein. Nach Angaben des Vorsitzender der Hofacker-Vereinigung, Dekan Volker Teich (Schorndorf), wurden die 1957 begonnenen Glaubenstreffen bewußt auf einen katholischen Festtag gelegt. Bei einem Sonntagstermin würde man die überwiegend evangelischen Teilnehmer vom Gottesdienstbesuch an ihrem Wohnort abhalten.
"Enkelkonferenz" der Bad Blankenburger Allianzkonferenz
Nach Angaben der Deutschen Evangelischen Allianz kann man die pietistischen Hofacker-Konferenzen auch als "Enkelkonferenzen" der Bad Blankenburger Allianzkonferenz ansehen. Auch wenn sie aus dem württembergischen Pietismus getragen seien, richteten sie sich an alle evangelisch gesinnten Christen, auch über den Bereich des landeskirchlichen Pietismus hinaus, erklärte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb. Bei der Gründung der Konferenzen hätte nämlich die Gerhard-Tersteegen-Konferenz aus Mülheim an der Ruhr und Essen Pate gestanden, die ihrerseits als westdeutsches Pendant zur 1886 gegründeten Bad Blankenburger Allianzkonferenz vor über 100 Jahre begann. Steeb leitet beim diesjährigen Christustag die Teilkonferenz "Richtig - Werte, die weiterbringen!".
Zum zweiten Mal in Baden: „Christustag“ in Freiburg
Parallel zum württembergischen Treffen gibt es zum zweiten Mal auch einen badischen Christustag in Freiburg. Als Redner haben der Marburger Theologe und Islam-Experte Roland Werner und der Vorsitzende der Evangelischen Vereinigung für Bibel und Bekenntnis in Baden, Pfarrer Thomas Hilsberg (Rielasingen/Bodensee), zugesagt. Auch diese Konferenz hat das Thema „Wählt das Leben“. Im vergangenen Jahr kamen 650 Besucher.