26.03.2006
Spaniens Evangelikale fordern Auflösung der ETA
Dauerhafter Friede ist nur durch Vergebung möglich
M a d r i d (idea) – Die Spanische Evangelische Allianz hat die Auflösung der baskischen Terrororganisation ETA gefordert. Anlaß ist die Ankündigung der ETA, ab dem 24. März keine Anschläge mehr zu verüben. Seit 1960 kamen bei Attentaten der Organisation, die sich für eine Unabhängigkeit des Baskenlandes einsetzt, etwa 850 Menschen ums Leben. Die Evangelische Allianz bezeichnete den Waffenstillstand als „Stunde der Bürger“. Ein dauerhafter Frieden könne nur durch Gerechtigkeit und Vergebung gesichert werden. Dies bedeute aber nicht, alles zu vergessen. Vielmehr sollte gerade jetzt an diejenigen erinnert werden, die durch die „Barbarei des Terrorismus“ ihr Leben lassen mußten. Unterdessen hat sich der Leiter der Stadtmission von Madrid, Juan Simarro, für einen Dialog mit der ETA ausgesprochen: „Dialog ist der einzige Weg zum Frieden.“ Unabhängig von der politischen Zugehörigkeit sollten Christen den Terroristen nun „Liebe und Vergebung“ entgegenbringen.