17.03.2006

Allianz-Vorsitzender fragt: Wo ist die Begeisterung für Jesus geblieben?

Strauch: Die Kultur der Erweckung ist noch da, aber das Feuer brennt nur noch selten<br />

Allianz-Vorsitzender fragt: Wo ist die Begeisterung für Jesus geblieben?

Strauch: Die Kultur der Erweckung ist noch da, aber das Feuer brennt nur noch selten

B a d B l a n k e n b u r g (idea) – Eine neue missionarische Leidenschaft in der evangelikalen Bewegung wünscht sich der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Peter Strauch (Witten). „Müssen wir nicht offen zugeben, daß die Begeisterung über Jesus, die Freude über unsere Errettung, die Ergriffenheit über seine Liebe und das brennende Feuer für seinen Auftrag weithin einer Versachlichung des Glaubens gewichen ist“, sagte der freikirchliche Theologe vor dem Hauptvorstand der Allianz, der am 14. und 15. März im thüringischen Bad Blankenburg tagte. Zwar gebe es noch die „Kultur der Erweckung“: „Wir sprechen ihre Sprache und singen ihre Lieder, aber das Feuer brennt nur noch selten.“ Keine geistliche Bewegung könne es sich leisten, auf Dauer von ihrer Anfangsgeschichte zu leben.

Ein Traum von Allianz

Strauch ist hauptamtlich Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Er schilderte seinen Traum von einer Evangelischen Allianz, in der Menschen sich leidenschaftlich dafür einsetzen, „daß die von Gott geliebte Welt das Evangelium zu hören und zu sehen bekommt“. Diese Christen vernetzten sich übe Kirchengrenzen hinweg, rückten Themen des Glaubens und eines von Christus geprägten Lebensstils in das öffentliche Bewußtsein, nutzten die Medien und ermutigten christliche Politiker, Journalisten und Künstler, die christliche Botschaft unter die Leute zu bringen. Dieser Traum handele nicht zuerst von einem Zweckbündnis, sondern von dem Wunder der geistlichen Einheit aller an Jesus Glaubenden“.

Gott will, daß sein Volk zusammenrückt

Dieser Traum von Evangelischer Allianz lasse sich nur erfüllen, wenn man bereit sei, Aktivitäten und Projekte der eigenen Gemeinden, Gemeinschaften und Werke zurückzustellen. Es sei der Wille Gottes, daß sein Volk zusammenrücke und in der von ihm geschaffenen Einheit lebe. Wie Strauch weiter sagte, gelte die Allianz unter aufgeschlossenen jungen Christen als „eher defensiv, statisch und traditionell“. Sie vermißten ein offensives Vorausdenken der Allianz, Beweglichkeit und Originalität. „Das müssen wir hören und aufnehmen, auch wenn es schmerzhaft ist.“