12.03.2006

Evangelisation ProChrist ist in Osteuropa ein Exportschlager

Hauptredner Parzany nimmt im idea-Interview zu Kritik von katholischer Seite Stellung

Evangelisation ProChrist ist in Osteuropa ein Exportschlager

Hauptredner Parzany nimmt im idea-Interview zu Kritik von katholischer Seite Stellung

K a s s e l (idea) – ProChrist, die vom 19. bis 26. März per Satellit übertragene Evangelisation mit Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), trifft auf zunehmendes Interesse im Ausland. In Tschechien werden die Predigten des früheren CVJM-Generalsekretärs an 49 Orte übertragen – bei der letzten ProChrist-Veranstaltung 2003 waren es noch zehn. Darüber informiert Parzany in einem idea-Interview. Stark vertreten sind auch Ungarn (56 Übertragungsorte), Slowakei (55), Polen (45) und Kroatien (31). In Österreich wird es 29 Veranstaltungsorte geben, in der Schweiz elf. Insgesamt sind an 1.250 Orten die von der Münchener Olympiahalle aus gesendeten Abendprogramme zu sehen. Die Gesamtkosten von 9,5 Millionen Euro werden aus Spenden finanziert. Parzany äußerte sich auch zur Kritik aus der katholischen Kirche an der Aktion. Im Januar hatte das Amtsblatt der Diözese München-Freising der Evangelisation einen falschen Kirchenbegriff vorgeworfen. Nach Ansicht des Protestanten Parzany brauchen die Menschen in Europa zuerst einmal gute Informationen über Jesus Christus, um entscheiden zu können, ob sie ihm folgen wollen oder nicht. Christen brauchten zudem ein Leben in der Gemeinschaft. „Ich bin allerdings der Überzeugung, daß die eine weltweite Kirche des Jesus Christus in den verschiedenen verfaßten Kirchen und Gemeinden Gestalt findet und nicht nur in einer“, so Parzany. Während ihm nicht bekannt sei, daß sich katholische Bischöfe in Deutschland zu ProChrist geäußert hätten, habe der Wiener Kardinal Christoph Schönborn die Aktion öffentlich unterstützt. Der katholische Erzbischof von Eger in Ungarn gehöre sogar dem Vorstand der ungarischen ProChrist-Aktion an.
Warum der „Ruf nach vorn“ bleibt
Gestaltet wird ProChrist nach bewährtem Muster mit einem bunten kulturellen Vorprogramm und einer Predigt. Bei den Musikstilen soll es mehr Vielfalt geben. Es habe ihn gefreut, daß nicht die Inhalte von ProChrist kontrovers diskutiert würden, sondern nur die kulturellen Fragen, sagte Parzany. So solle es beim „Ruf nach vorne“ bleiben, bei dem die Gäste, die sich für ein Leben mit Jesus Christus entscheiden, zur Bühne gebeten werden. Parzany erinnerte daran, daß auch nach Ansicht von Landes- und Freikirchen zum christlichen Glauben ein öffentliches Bekenntnis gehöre. Das werde beispielsweise bei der Konfirmation vor der Gemeinde abgelegt. ProChrist biete eine zusätzliche Möglichkeit zum Bekenntnis an.