29.01.2006

Evangelikale Bewegung mitgeprägt: Pastor Fritz Laubach wird 80

Er stand von 1984 bis 1991 an der Spitze der westdeutschen Evangelischen Allianz

Evangelikale Bewegung mitgeprägt: Pastor Fritz Laubach wird 80

Er stand von 1984 bis 1991 an der Spitze der westdeutschen Evangelischen Allianz

M a r b u r g (idea) – Er hat die evangelikale Bewegung in Deutschland jahrzehntelang mitgeprägt: Pastor Fritz Laubach (Marburg), von 1984 bis 1991 Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, feiert am 31. Januar seinen 80. Geburtstag. Beim Anschluß der westdeutschen Allianz an die mitteldeutsche rückte der promovierte freikirchliche Theologe ins zweite Glied und wurde Stellvertreter des ersten gesamtdeutschen Allianzvorsitzenden, Superintendent i.R. Jürgen Stabe (Annaberg-Buchholz/Erzgebirge). Ende 1993 gab Laubach aus Altersgründen sein Mandat im Hauptvorstand dieser Dachorganisation von 1,3 Millionen Christen aus Landes- und Freikirchen ab. Im Hauptamt war er von 1966 bis 1991 Leiter der Diakonie-Stiftung Elim in Hamburg. Laubach engagierte sich darüber hinaus ehrenamtlich in der Leitung evangelikaler Werke: So war er von 1986 bis Ende 1999 Vorsitzender des Hilfswerkes „Hilfe für Brüder“ und des Entwicklungsdienstes „Christliche Fachkräfte International“ in Stuttgart. Von 1968 bis 1984 gehörte er zum Vorstand des Evangeliums-Rundfunks (ERF). 1972 erschien sein Buch „Aufbruch der Evangelikalen“, in dem erstmals in Deutschland ausführlich über die weltweite evangelikale Bewegung berichtet wurde.

Heil ist wichtiger als Heilung

Auch im Ruhestand betätigte sich der Theologe als Autor. Im Jahr 2000 kam sein Buch „Herr, heile mich!“ (Hänssler Verlag) auf den Markt. Darin zeigt er die Grenzen eines Machbarkeitsdenkens auf, das ein Recht auf Heilung propagiert und Zeichen und Wunder als Kennzeichen des Reiches Gottes einfordert. „Gott handelt zielbewußt durch wunderbare Heilung, aber auch durch Not und Krankheit“, so der Autor. Heil sei wichtiger als Heilung. Laubach – im niedersächsischen Lüchow geboren – entschloß sich in der Kriegsgefangenschaft, Theologie zu studieren. Dabei engagierte er sich in der Studentenmission in Deutschland (SMD) und wurde deren erster Reisesekretär. Nach der Promotion über ein missionswissenschaftliches Thema übernahm er das Pastorenamt in der Freien evangelischen Gemeinde in Siegen-Geisweid. Von 1959 bis 1966 lehrte er am Theologischen Seminar des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Dietzhölztal-Ewersbach (Mittelhessen).