23.01.2006

Ökumene: Gemeinsames Gebet ist wichtiger als Konflikte

Bischof Clemens: Freikirchen stärker in die Ökumene einbeziehen

Ökumene: Gemeinsames Gebet ist wichtiger als Konflikte

Bischof Clemens: Freikirchen stärker in die Ökumene einbeziehen

B e r l i n (idea) – Das gemeinsame Gebet von Christen verschiedener Konfessionen ist wichtiger als alle ökumenischen Konflikte. Das sagte die Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Friederike von Kirchbach (Berlin), am 21. Januar im ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung der Gebetswoche zur Einheit der Christen in Berlin. Die Lage in der Ökumene sei derzeit zwar nicht unkompliziert, dies dürfe die Christen aber nicht von der Zusammenarbeit vor Ort abhalten. Daher werde es am 9. September ein ökumenisches Stadtkirchenfest in Berlin geben. Vor allem aber dürfe man nicht aufhören, gemeinsam zu beten. Der katholische Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, dankte Gott in einem Fürbittengebet für „Fortschritte auf dem Weg zur eucharistischen Gastfreundschaft“ zwischen den Kirchen.

Allianz-Grußwort beim Ökumene-Empfang

Beim anschließenden Neujahrsempfang des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg gab es wie im vorigen Jahr ein Grußwort der Evangelischen Allianz Berlin. Heilsarmee-Major Rolf Metzger erinnerte die Gäste daran, daß es auch der weltweiten Dachorganisation der Evangelikalen ein ernstes Anliegen sei, für die Einheit der Christen zu beten. Der Vorsitzende des ÖRBB und Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine, Theodor Clemens, hatte beim Abschlußgottesdienst der Berliner Allianzgebetswoche ein Grußwort aus der Ökumene überbracht. Gegenüber idea bezeichnete er es als ein wichtiges Anliegen, die Freikirchen stärker in die Ökumene einzubeziehen. Die Ökumene dürfe nicht nur aus einem „Trialog“ der evangelischen, römisch-katholischen und orthodoxen Kirchen bestehen.