17.01.2006

USA begehen Tag der Religionsfreiheit

Präsident Bush: Wir lehnen jegliche religiöse Diskriminierung ab<br />

USA begehen Tag der Religionsfreiheit

Präsident Bush: Wir lehnen jegliche religiöse Diskriminierung ab

W a s h i n g t o n (idea) – Die Vereinigten Staaten von Amerika haben am 16. Januar den Tag der Religionsfreiheit begangen. Gleichzeitig gedachten die Amerikaner des Bürgerrechtlers und Baptistenpastors Martin Luther King, der gewaltfrei gegen die Rassentrennung in den Südstaaten kämpfte und 1968 erschossen wurde. Präsident George W. Bush erinnerte daran, daß in der Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung die Grundsteine für eine von Freiheit und Gleichheit getragene Gesellschaft gelegt worden seien. Die Gründerväter hätten verstanden, wie wichtig Religionsfreiheit für eine stabile Demokratie sei. „Wir lehnen jegliche religiöse Diskriminierung ab“, so Bush. Die USA würden weiterhin gegen jede Einschränkung der Glaubensausübung angehen. Das Büro für Religionsfreiheit im Außenministerium spiele dabei eine große Rolle. In den vergangenen Jahren habe man in einigen Ländern Fortschritte verzeichnen können, etwa in Vietnam, Laos, Indien, Georgien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zahlreiche Personen, die wegen ihres Glaubens inhaftiert waren, seien freigekommen. Das Büro veröffentlicht regelmäßig eine Liste von besonders besorgniserregenden Ländern.

Allianz: Nicht Freiheit von Religion

Auch innerhalb der Vereinigten Staaten ist die Religionsfreiheit nicht unumstritten. Derzeit geht es vor allem um die Frage, wie die in der Verfassung festgelegte Trennung von Religion und Staat an Schulen ausgelegt wird. So wurden an einigen Orten Schülerbibelkreise verboten, an anderen durfte das Wort „Christmas“ für Weihnachten nicht verwendet werden, weil sich Andersgläubige am Namen Christus stoßen könnten. Der Präsident der Evangelischen Allianz in den USA, Pastor Ted Haggard (Colorado Springs/Bundesstaat Colorado), wandte sich gegen solche Tendenzen. Religionsfreiheit bedeute nicht „Freiheit von Religion“. Vielmehr gehe es darum, daß jeder das Recht habe, seinen Glauben zu bekennen und zu leben. Die Allianz repräsentiert rund 30 Millionen Evangelikale in den USA.