11.01.2006

Allianz-Gebetswoche: Applaus für Kasseler Oberbürgermeister Hilgen

Christen beteten im Rathaus – Ein Anliegen war Schaffung neuer Arbeitsplätze

Allianz-Gebetswoche: Applaus für Kasseler Oberbürgermeister Hilgen

Christen beteten im Rathaus – Ein Anliegen war Schaffung neuer Arbeitsplätze

K a s s e l (idea) – Christen aus der Evangelischen Allianz haben dem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) dafür gedankt, daß der dortige Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr erst am Samstag vor dem ersten Advent eröffnet wurde. In anderen Kommunen hatten die Märkte teilweise bereits am Ewigkeitssontag oder davor begonnen. Hilgen war mit seiner Entscheidung dem Wunsch der Kirchen der Stadt gefolgt – gegen den heftigen Widerstand des Handels. Für diese Entscheidung spendeten die 230 Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Allianz-Gebetswoche ihrem Oberbürgermeister Applaus. Sie trafen sich zum Auftakt am 9. Januar im Rathaus und beteten für die Anliegen der Kommune. Hilgen nannte einige zentrale Gebetsanliegen: die Schaffung neuer Ausbildungsplätze, eine bessere Betreuung von Kindern und eine bürgernähere Kommunalpolitik. Er erinnerte daran, daß der Öffentliche Dienst vom „Dienen“ her komme. Der Dienst am Bürger müsse darum in der Kommunalpolitik im Mittelpunkt stehen. Darin bestärkte Baptistenpastor Christoph Stiba den Chef von 10.000 städtischen Mitarbeitern. „Es ist die Gesinnung Jesu, der nicht zum Herrschen, sondern zum Dienen da gewesen ist“, sagte Stiba, der auch dem Präsidium seiner Freikirche angehört. Neben Hilgen war der Stadtverordnete Günter Schnell (SPD) Gastgeber der Allianz, der einer Kasseler Baptistengemeinde angehört. Auch er nannte die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit als zentrales Anliegen der Stadt. Kassel hat eine Arbeitslosenquote von 12,1 Prozent, eine der höchsten einer westdeutschen Großstadt. Bei dem Gebetsabend wurde auch für Initiativen zur Unterstützung sozialer Randgruppen gebetet, etwa für das „Box-Camp“, ein stadtteilbezogenes Projekt zur Integration straffällig gewordener Jugendlicher.