26.02.2006

Nürnberg: Evangelische Allianz öffnet Gebetsladen

Neben der Buchhandlung ein Platz für Seelsorge und Gespräche

Nürnberg: Evangelische Allianz öffnet Gebetsladen

Neben der Buchhandlung ein Platz für Seelsorge und Gespräche

N ü r n b e r g (idea/dea) -

Einen Laden, in dem man nichts kaufen kann

, haben Nürnberger Christen am 25. Februar im Stadtzentrum eröffnet. Stattdessen bietet der „Gebetsladen“ der Evangelischen Allianz Platz für Seelsorge und Gespräche, etwa über Schulden oder Schwierigkeiten bei der Kindererziehung. Dabei gehen die etwa 50 ehrenamtlichen Mitarbeiter davon aus, daß persönliche Probleme am besten im Gespräch mit Gott geklärt werden können. In dem Laden kommen auch Mitarbeiter der Evangelischen Allianz wöchentlich zusammen, um für soziale und politische Anliegen der Stadt zu beten. Die Idee ging von der Leiterin der christlichen Alpha-Buchhandlung, Mechthild Roth, aus. Sie machte die Erfahrung, daß zahlreiche Kunden Hilfen bei Glaubens- und Lebensfragen wünschten. Der Nürnberger CVJM vermietete der Allianz einen Raum neben der Buchhandlung. Das Medienecho in Rundfunk und Presse habe gezeigt, wie groß der Bedarf sei, sagte der Pressebeauftragte der Allianz, Jan Gehrke, gegenüber idea. Der 1904 gegründeten Nürnberger Allianz gehören 26 freikirchliche Gemeinden und pietistische Gemeinschaften sowie freie Werke und Initiativen an. Zu ihren regelmäßigen Aktionen gehören Gebetsveranstaltungen, Bibeltage, Jugendgottesdienste und Evangelisationen. Vorsitzender ist der Baptistenpastor Mathias Barthel.

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz

, Hartmut Steeb, begrüßte bei der Eröffnungsfeier diese neue in die Stadt hineinwirkende Offensive. Die Evangelische Allianz Nürnberg sei mit diesem pionierhaften Projekt am Herzstück Evangelischer Allianz, dem gemeinsamen Gebet. Denn dies, so Steeb, sei bei der Gründung der Evangelischen Allianz eine entscheidende Entdeckung gewesen: "Trotz vieler Unterschiede sind wir uns in so vielen Dingen einig, dass wir sogar miteinander beten können". Auch sei dieser Gebetsladen ein schönes Zeichen der Einheit. Denn je größer die Aufgabe sei, desto wichtiger das Miteiander, so Steeb in seinem Grußwort.