21.02.2006

Evangelikale betonen Gemeinsamkeiten mit dem Weltkirchenrat

Auch die Evangelische Allianz bekämpft Armut, Gewalt und Aids

Evangelikale betonen Gemeinsamkeiten mit dem Weltkirchenrat

Auch die Evangelische Allianz bekämpft Armut, Gewalt und Aids

P o r t o A l e g r e (idea) - Führende Evangelikale haben Gemeinsamkeiten mit dem Weltkirchenrat betont. Wie die Dachorganisation von 347 evangelischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen mit rund 560 Millionen Mitgliedern beteilige sich auch die

Weltweite Evangelische Allianz (WEA) am Kampf gegen Armut, Gewalt und Aids

, sagte Generalsekretär Geoff Tunnicliffe (Markham/Kanada) vor Journalisten während der Vollversammlung des Weltkirchenrats, die vom 14. bis 23. Februar im brasilianischen Porto Alegre stattfindet. Die WEA vertritt nach eigenen Angaben etwa 400 Millionen Christen. Laut Tunnicliffe unterstützt die „Micha-Initiative“ der WEA die Millenniumsziele der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, mit denen die UN-Mitgliedsstaaten die extreme Armut bis 2015 halbieren möchten. Hauptaufgabe der WEA sei eine ganzheitliche Verbreitung des Evangeliums, zu der neben sozialem Engagement auch missionarische Aktivitäten gehören. „Wenn wir die Welt ignorieren, verraten wir das biblische Wort, und wenn wir das Wort mißachten, haben wir der Welt nichts zu bringen“, sagte Tunnicliffe

Pfingstkirchler: Gebt dem Heiligen Geist eine Chance!

Der internationale Vizedirektor des Lausanner Komitees für Weltevangelisation, der Argentinier Norberto Saracco (Buenos Aires), plädierte für mehr Zusammenarbeit zwischen Evangelikalen und Ökumenikern. Millionen Christen verstünden die Unterschiede zwischen den Kirchen nicht mehr. Saracco rief zu wechselseitigem Respekt auf. „Einheit ist schwer, wenn Pfingstkirchen als Bedrohung betrachtet werden“, sagte er vor den Delegierten der Vollversammlung. Sein Vorschlag: „Vielleicht sollten wir dem Heiligen Geist eine Chance geben? Die Einheit der Kirche wird als Werk des Geistes geschehen, oder gar nicht.“ Der Vorsitzende der Pfingstkirche von Ghana, Michael Ntumy, würdigte das Engagement des Weltkirchenrats für soziale Gerechtigkeit. Ein ähnlich starkes Bemühen wäre auch im Blick auf Evangelisation und Mission wünschenswert. Ntumy bekräftigte die Bereitschaft der Pfingstkirchen, mit dem Weltkirchenrat und der römisch-katholischen Kirche enger zusammenzuarbeiten.