22.04.2006

„Wir leben hier in einem geistlichen Schlaraffenland“

Eindrücke vom GemeindeFerienFestival SPRING 2006 in Ruhpolding

„Wir leben hier in einem geistlichen Schlaraffenland“

Eindrücke vom GemeindeFerienFestival SPRING 2006 in Ruhpolding

„Wir leben hier in einem geistlichen Schlaraffenland“, erzählen Christa und Siegfried Pickhardt aus Hückeswagen bei Wuppertal. Zum ersten Mal haben sie an dem GemeindeFerienFestival SPRING vom 17. bis 22. April im oberbayerischen Ruhpolding teilgenommen gemeinsam mit 3.200 anderen Besuchern. In fast 500 Bibelarbeiten, Workshops, Vorträgen und Konzerten wurde das Thema Sicherheit unter dem SPRING-Motto „Aber sicher“ bedacht. Das Spektrum der Workshops reichte von Fragen zur Glaubwürdigkeit der Bibel bis hin zu gesellschaftsrelevanten Themen um Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Hier ruft der Rektor des Martin Bucer Seminars,

Prof. Dr. Thomas Schirrmacher (Bonn)

die Christen dazu auf, sich als Vordenker zu engagieren. Oder Biochemiker

Dr. Reinhard Zeitler

vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) der bayerischen Staatsregierung in München fordert einen stärkeren Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie im Bereich der Gentechnik.

„Hier kann man aus der Fülle der Angebote schöpfen“

sagt Christa Pickhardt, und ihr Mann Siegfried ergänzt: „Für die vielen hochkarätigen Schulungen müsste man sonst viel Geld bezahlen.“ Die Pickardts sind zusammen mit 11 weiteren Mitgliedern ihrer Freien evangelischen Gemeinde gekommen. Sie finden es bereichernd für ihren Glauben über den Tellerrand der eigenen Konfession zu blicken. „Es ist für alle Bedürfnisse dabei“, begeistert sich Christa Pickhardt. Dass die Veranstaltungen zum Teil in Gaststätten in einer offenen Atmosphäre stattfinden, wo man auch noch etwas trinken kann, lobt ihr Ehemann.

Beim SPRING-Vorsitzenden Hartmut Steeb

kommen viele dankbare Reaktionen wie die der Pickhardts an. Die Themenvielfalt, die zahlreichen Möglichkeiten der Begegnung und das Zusammentreffen unterschiedlicher christlicher Prägungen machen das GemeindeFerienFestival zu einer einzigartigen Veranstaltung in Deutschland. Und SPRING findet auch im Ausland immer mehr Begeisterte. Aus Großbritannien, Luxemburg, Österreich, Polen und der Schweiz sind Teilnehmer angereist.

In fünf Altersgruppen

geht es nicht nur darum, die Eltern zu entlasten sondern Kinder auch zu prägen. Die Allerkleinsten haben eine persönliche Betreuerin. Bei den Mädchen und Jungen im Kindergartenalter geht es nach Worten von Christel Schmidt darum, ihnen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.

Im katholischen Pfarrzentrum begrüßt die

Crew der "Jesus-Airline"

unter Leitung von Ines Emptmeyer die über 300 Kinder zwischen 11 und 13 Jahren.
Wie auf einem echten Flughafen liegen Flugpläne und Rettungswesten aus. Die Mädchen und Jungen gelangen erst durch eine Sicherheitsschleuse in den Veranstaltungsraum. In der „Airport-Kaba-Zone“ können die Kids etwas abhängen, Musik hören, spielen und eine Tasse Kaba trinken.

Aus dem „Neuwirt“ dringen laute Töne

von Schlagzeug, Bass und Keyboard.
Täglich treffen sich 350 Teenager zwischen 14 und 17 Jahren zum Jugendfestival. "Ich bin zum vierten Mal dabei," schwärmt die 17-jährige Franziska, "hier erlebe ich Gott hautnah, ich freue mich besonders auf die Lobpreiszeiten und darauf, die Zeugnisse der anderen Teens zu hören." Und Tabea (16) berichtet: "Gott hat mir durch eine Predigt sehr deutlich Dinge gezeigt, die ich in meinem Leben ändern muss." Ein 30-köpfiges Team von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Jugendmitarbeitern unter der Leitung von Jugendevangelistin Bettina Becker gestaltet das Jugendprogramm, das entsprechend der SPRING-Philosophie aus Zentralveranstaltungen, Konzerten, individuellen Sport- und Freizeitangeboten und einem breiten Seminarprogramm besteht. Lobpreis und Anbetung mit Guido Baltes & Band stehen am Anfang jedes Tages. Und auch wenn die Augen von Tag zu Tag kleiner werden, sind fast alle schon früh morgens am Start. Anschließend gestalteten Mitarbeiterteams aus verschiedenen Gemeinden und Missionswerken interaktive Bibelarbeiten, bei denen vor allem Bewegung und Spaß, aber auch Kleingruppen und Erfahrungsberichte im Mittelpunkt stehen. Den Tagesabschluss schließlich bilden Abendfestivals mit Predigt und Musik. Auf der Gästeliste in diesem
Jahr: „stereotype:g“, „echtzeit“, „2schneidig“ und „Allee der Kosmonauten“.

Den Kinder- und Jugendbereich

nutzt die „Großfamilie“ Bretscher aus Schweinfurt, die nach Ruhpolding gereist und dankbar für das breite Angebot ist. Das Ehepaar Petra und Stefan ist bereist zum dritten Mal beim GemeindeFerienFestival dabei. Dieses Mal mit dem vierjährigen Elias und der neun Monate alten Danka. Dazu haben sie zwei Patenkinder und eine Oma mitgebracht. Zu siebt bewohnen sie eine Ferienwohnung. Morgens und nachmittags genießt das Ehepaar, dass die Kinder in verschiedenen Altersgruppen betreut werden. Nachmittags haben sie gemeinsam ein Eheseminar besucht, zwischendurch sich mit den Kindern im Erlebnisbad „Vita Alpina“ geaalt. Selbstverständlich sind die Bretschers am Vorabend zusammen in der Family-Session, die bewusst ein Programm für die ganze Familie bietet.
Daniel Kallauch, Uwe Lal oder Clarina Clown unterhalten alle vom Kleinkind bis zum Großvater.

Bei anderen Veranstaltungen sind sie getrennte Wege gegangen. Petra singt im

SPRING-Chor

in der Eishalle mit. Praktisch, dass die Oma sich abends um die jüngeren Kinder kümmert. So können die Bretschers auch das Abendprogramm genießen. Jetzt schon steht fest: „Wir kommen im nächsten Jahr wieder“, so Stefan Bretscher.

Im kommenden Jahr

wird es tatsächlich SPRING wieder geben, vom 9. bis 14. April – zum fünften Mal in Ruhpolding. Und auch das Thema steht schon fest: "UnVerschämt"!

Lothar Rühl