20.04.2006

Richter: Fremdreligiöse Beeinflussung von Schülern nicht hinnehmen

Was Lehrer in den Unterricht einbeziehen: Astrologische Symbole und Heilsteine<br />

Richter: Fremdreligiöse Beeinflussung von Schülern nicht hinnehmen

Was Lehrer in den Unterricht einbeziehen: Astrologische Symbole und Heilsteine

R u h p o l d i n g (idea) – Christliche Eltern sollten stärker Einfluss auf die Erziehung ihrer Kinder an öffentlichen Schulen nehmen. Dafür hat sich der Richter am Verwaltungsgericht Gießen, Werner Bodenbender, in einem Seminar des Gemeindeferienfestivals „Spring“ ausgesprochen. Das Treffen findet vom 17. bis 22. April im oberbayerischen Ruhpolding mit 3.200 Teilnehmern statt. Dem Juristen zufolge sind viele Eltern nicht darüber informiert, welche religiösen Symbole im Unterricht verwendet würden. Nach seiner Kenntnis kommen beispielsweise Inhalte asiatischer Religionen, Heilsteine, astrologische Symbole und die indische Gebetskette „Mala“ im Schulalltag vor. Eltern sollten dies nicht gleichgültig hinnehmen, so der Richter. Wenn Lehrer religiöse Symbole im Unterricht verwendeten, könnten Eltern dagegen vorgehen. Falls Pädagogen uneinsichtig reagierten, sollte man sich auch nicht scheuen, die Schulleitung und die Aufsichtsbehörden einzuschalten, so Bodenbender. Der Rektor des Martin-Bucer-Seminars, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), rief Christen dazu auf, ihren Glauben am Arbeitsplatz offensiv zu leben. Gerade in Führungspositionen seien ethische Werte der Christen gefragt. Schirrmacher ermunterte die Besucher des Treffens, Führungsaufgaben in Familie, Gemeinde und Beruf zu übernehmen. Dies sei Gottes Wille: „Gott hat uns Menschen zum Arbeiten, Denken und Planen geschaffen.“

Jeder zehnte Deutsche seelisch krank

In einem weiteren Seminar wies der Wirtschaftswissenschaftler Steffen J. Ehl (Meerbusch bei Düsseldorf) darauf hin, daß jeder zehnte Deutsche seelisch krank sei. Eine Ursache dafür sei die steigende psychische Belastung am Arbeitsplatz. Christen helfe ihr Glauben dabei, berufliche Krisen zu bewältigen. Ihr Vorteil sei auch, daß sie ihren Vorgesetzten und Arbeitskollegen vergeben und nach Konflikten wieder mit ihnen zusammenarbeiten könnten. Pastor Klaus-Günter Pache (Bremen) sagte im Blick auf persönliche Krisen, sie forderten das Gottvertrauen heraus. Bewährungszeiten machten den Glauben unerschütterlich. Christen glaubten nicht an einen „Schön-Wetter-Gott“.