20.04.2006

Gemeinden sollen zwei bis drei Mitglieder in die Politik entsenden

CDU-Landtagsabgeordnete: Engagement für das Gemeinwohl ist Christenpflicht<br />

Gemeinden sollen zwei bis drei Mitglieder in die Politik entsenden

CDU-Landtagsabgeordnete: Engagement für das Gemeinwohl ist Christenpflicht

R u h p o l d i n g (idea) – Jede christliche Gemeinde sollte zwei bis drei Mitglieder in die Politik entsenden. Das schlug der rheinland-pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete Peter Enders (Altenkirchen/Westerwald) beim Gemeindeferienfestival Spring vor, das vom 17. bis 22. April im oberbayerischen Kurort Ruhpolding stattfindet. Der Mediziner bezeichnete es als Pflicht von Christen, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Deutschland habe eine christliche Tradition, die erhalten bleiben müsse. Wenn Christen nicht gesellschaftspolitisch tätig würden, nähmen Vertreter anderer Weltanschauungen ihre Plätze ein, sagte Enders in einem Seminar. Das mindeste, was Christen tun sollten, sei die Beteiligung an politischen Wahlen. Politikverdrossenheit sei ebenso wenig eine christliche Tugend wie die Einstellung, daß Christen nur einmal in ihrem Leben wählen sollten, nämlich eine Entscheidung für Jesus Christus zu treffen. Die Bibel fordere vielmehr, „der Stadt Bestes zu suchen“. Dazu könne auch die Mitarbeit in einer Partei gehören. Enders berichtete, daß er sich im Landtag einmal im Monat mit vier SPD-Abgeordneten zum gemeinsamen Frühstück treffe. Dabei lese man einen Psalm und bete zusammen das Vaterunser. Dadurch entstehe parteiübergreifendes Vertrauen, das die Lösung vieler Sachfragen erleichtere. Bei der Landtagswahl am 26. März errang Enders in seinem Wahlkreis Altenkirchen mit 46,6 Prozent das Direktmandat, während seine Partei landesweit auf 32,8 Prozent kam.

Europäische Allianz: „Gottes Herz schlägt alle Nationen“

In einem anderen Seminar rief der Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz, Gordon Showell-Rogers (London), dazu auf, die Nöte von Christen in anderen Ländern in den Blick zu nehmen. „Gottes Herz schlägt für die Menschen in allen Nationen“, mahnte der schottische Theologe. Er erinnerte daran, daß täglich weltweit rund 30.000 Kindern an vermeidbaren Krankheiten stürben. Auch die Konzentration des Reichtums auf wenige Länder sei eine Herausforderung an die Christen, sich für mehr Gerechtigkeit einzusetzen