18.04.2006

„Ganz sicher – Jesus gründet“: Erster voller Tag bei SPRING

Grundlagen des Lebens, des christlichen Glaubens und der Gesellschaft<br />

„Ganz sicher – Jesus gründet“: Erster voller Tag bei SPRING

Grundlagen des Lebens, des christlichen Glaubens und der Gesellschaft

Ruhpolding (mve) – Der erste volle Veranstaltungstag bei SPRING, dem GemeindeFerienFestival im oberbayerischen Ruhpolding unter dem Tagesmotto „Ganz sicher – Jesus gründet“ sollte die Teilnehmer ermutigen über die Grundlagen des Lebens, des christlichen Glaubens und der Gesellschaft nachzudenken.

Um „(Gast)Freundschaft mit Christus“ ging es beim Treff für einheimische Gastgeber im Kurhaus, musikalisch umrahmt vom Ehepaar Kandert (Marimbaphon und Piano) und dem A-Capella-Chor „Beinahe Sechs“. Vor den Besuchern erklärte Hartmut Steeb, der Vorsitzende von SPRING, das GemeindeFerienFestival wolle Sicherheit vermitteln für den Lebensweg. Nur mit Jesus sei man sicher unterwegs!

Bodenbender: Stärkeres Engagement in der Schule Christliche Eltern sollten sich stärker in der Schule engagieren und Einfluss auf die Erziehung ihrer Kinder durch den Staat nehmen. Viele Eltern seien nicht darüber informiert, welche religiösen Symbole im Unterricht verwendet werden. Darauf hat der Richter am Verwaltungsgericht Gießen, Werner Bodenbender, bei einem Seminar während des Gemeindeferienfestivals SPRING hingewiesen. Nach seiner Kenntnis kommen der Dalai Lama, andere asiatische Religionen, Heilsteine, astrologische Symbole oder die indische Gebetskette „Mala“ im Schulalltag vor. Bodenbender sprach sich dafür aus, dass Eltern dies nicht gleichgültig hinnehmen sondern das Gespräch mit der Schule suchen und ein Bewusstsein bei den Schulen für diese Problematik schaffen. Sollten Lehrer, die einer besonderen Zurückhaltungs- und Mäßigungspflicht unterliegen, mit religiösen Symbolen in der Schule auftreten, könnten Eltern dagegen vorgehen. Wenn der Pädagoge uneinsichtig reagiere, sollten Eltern auch nicht den Weg zur Schulleitung oder der Aufsichtsbehörde scheuen.

Prof. Dr. Schirrmacher: Ethische Werte keine Privatsache Auch am Arbeitsplatz sollten Christen ihren Glauben offensiv leben. Dafür hat sich der Rektor des Martin Bucer Seminars, Prof. Dr. Thomas Schirrmacher (Bonn), ausgesprochen. Vielfach würden ethische Werte von Christen als Privatsache missverstanden. Gerade in Führungspositionen seien aber Werte der Christen gefragt. Schirrmacher forderte die Besucher eines Seminars beim Gemeindeferienfestival SPRING dazu auf, in Familie, Gemeinde und Beruf Führungsaufgaben zu übernehmen, weil des Gottes Wille sei. „Gott hat uns Menschen zum Arbeiten, Denken und Planen geschaffen“, so der Referent.

Ehl: Christlicher Glaube als Medizin bei Gemütskrankheiten Jeder zehnte Deutsche ist nach Angaben des Wirtschaftswissenschaftlers Steffen J. Ehl (Meerbusch bei Düsseldorf) gemütskrank. Eine Ursache dafür sei die steigende psychische Belastung am Arbeitsplatz. Heute sinke die Sicherheit auf eine berufliche Position. Immer mehr Veränderungsbereitschaft werde gefordert. In einer Zeit, in der sich Menschen an ihrer Arbeitsleistung messen, sei es gut, dass Christen ihre Lebensfundament auf dem christlichen Glauben aufbauen. Dies helfe, berufliche Krisen zu bewältigen. Ein Vorteil sei es auch, das Christen ihren Chefs und Arbeitskollegen vergeben könnten und es so möglich wird, nach Konflikten wieder zusammenzuarbeiten.

Pache: Christen glauben nicht an einen „Schön-Wetter-Gott“ Pastor Klaus-Günter Pache (Bremen) wies auf die Schäden durch die Folgen des Donauhochwassers in Rumänien und Bulgarien hin. Seit Tagen sind mehrere Ortschaften überschwemmt, Häuser zusammengefallen und Menschen obdachlos geworden. „Es gibt Zeiten, in denen alles weggeschwemmt wird“, übertrug er die Lage in Osteuropa auf Lebenskrisen. In solchen Situationen trage der christliche Glaube durch, auch wenn „sintflutartige Regenfälle in unserem Leben“ passierten. Gute Zeiten seien nicht der Normalfall im Leben.
Bewährungszeiten machten den Glauben unerschütterlich. „Krisenzeiten sind Zeiten, die das Gottvertrauen herausfordern“, so Pache. Christen glaubten nicht an einen „Schön-Wetter-Gott“.

Claas: Barmherziger Umgang mit Fehlern anderer Als „Mensch Gottes“ aus der Gnade leben heißt „tun, was Gott für uns vorbereitet hat“, stellte Regina Claas, Generalsekretärin des Bundes Ev.-Freiklirchlicher Gemeinden in Deutschland (Elztal bei Berlin) in die Mitte ihrer Ausführungen bei der Bibelarbeit „leitend“: Entgegen dem Zeitgeist, der Selbstverwirklichung predige, rechtfertige sich ein an Jesus Glaubender nicht durch Leistung, Erlebnis und Genuss. „Früchte wie barmherziger Umgang mit Fehlern anderer“ zeigen sich.

Dr. Werner: Christen als „Brückenbauer der Liebe“ Menschen in unserer postmodernen Zeit schauen durch „Fenster der Sehnsucht“, führte Dr. Roland Werner (Marburg) beim Abendprogramm „Lobpreis mit Musik und mehr“ in der Ruhpoldinger Eishalle vor Hunderten von Erwachsenen aus, offen für Spirituelles bei ihrer religiösen Suche. Bewegt von existentiellen Fragen wie „Wer bin ich?“, „Wo gehe ich hin?“, „Wer hat mich lieb?“ suche der Zeitgenosse in einer Welt mit zerrissenen Ehen und Familien nach Sicherheit. Christen haben da Antworten, wo der Islam keine geben kann. Weil nur Überzeugte andere überzeugen können, forderte der studierte Afrikanist die vielen Christen auf, verstehbar und den Menschen zugewandt das Beste
weiterzugeben: Jesus Christus. Statt sich auf Inseln zurückzuziehen sind Jesus-Leute in die Gesellschaft hineingestellt als „Brückenbauer der Liebe“.

Lehmpfuhl: Liebe Gottes als tragendes Fundament einer Familie Sabine und Siegbert Lehmpfuhl (Rangsdorf bei Berlin) vom Leitungsteam „Team F – Neues Leben für Familien“ vermittelten als Eltern von vier Kindern ein gelungenes Erziehungskonzept beim Seminar „Kinder stark machen“. Die Liebe Gottes könne „zum tragenden Fundament einer Familie werden“.