25.09.2005
Uneinigkeit der Kirchen ist Ursache für Unglauben in Deutschland
Evangelischer Bischof: Besser katholisch werden als Heide bleiben<br />
Uneinigkeit der Kirchen ist Ursache für Unglauben in Deutschland
Evangelischer Bischof: Besser katholisch werden als Heide bleiben
B a d B l a n k e n b u r g, 25. September 2005 (idea) - Durch Herausstellen ihrer Gemeinsamkeiten könnten die Kirchen mehr Menschen für den christlichen Glauben gewinnen. Davon ist der Bischof der Kirchenprovinz Sachsen, Axel Noack (Magdeburg), überzeugt. Er hält die Uneinigkeit unter den Konfessionen für eine der Hauptursachen für den weit verbreiteten Unglauben in Deutschland. Seiner Ansicht nach sollten sich die Kirchen miteinander über erfolgreiche Aktionen freuen. Es sei hundertmal besser, wenn ein Kind katholisch werde, als daß es ein Heide bleibe, sagte Noack beim Deutschen Evangelischen Allianztag am 24. September im thüringischen Bad Blankenburg. Der Allianzvorsitzende, Präses Peter Strauch (Witten) vom Bund Freier evangelischer Gemeinden, rief die evangelikalen Gemeinden und Gemeinschaften auf, sich nicht als Konkurrenten zu betrachten. Mit ihren unterschiedlichen Traditionen und Gaben ergänzten sie einander. Theologische Unterschiede, etwa in der Tauffrage, seien kein Hinderungsgrund für ein gemeinsames Glaubenszeugnis. Nichtchristen ließen sich am ehesten von Menschen überzeugen, deren Glaube echt erscheine. Vertrauensvolle Beziehungen seien wichtige Voraussetzungen, um Nichtchristen zu Großevangelisationen wie ProChrist einzuladen.
(25.09.2005)