21.09.2005
Suchet der Stadt Bestes
Erklärung der Deutschen Evangelischen Allianz zur Bundestagswahl
Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz hat sich in seiner Sitzung am 20./21. 9. 2005 auch mit dem Ausgang der Wahl zum Deutschen Bundestag befasst. Dabei stellte er sich hinter die Erklärung, die tags zuvor von der württembergischen Ludwig-Hofacker-Vereinigung verabschiedet wurde. Sie lautet:
„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie“
Mit großer Bestürzung nimmt der Leitungskreis der Ludwig-Hofacker-Vereinigung die durch den Ausgang der Bundestagswahl entstandene Verunsicherung zur Kenntnis. Wir bekennen, dass wir in den zurückliegenden Jahren oft dem biblische Gebot, für die Obrigkeit zu beten, nicht genügend gehorsam waren und bitten Gott um Vergebung für unser Versäumnis. Zugleich sehen wir mit Besorgnis, dass auch wir Christen zu wenig die Chancen zur Übernahme von öffentlicher Verantwortung wahrgenommen haben.
Darum bitten wir die Christen in unserem Land: Betet für die führenden Politiker, dass sie ihre Verantwortung vor Gott und für unser Volk erkennen. Denn sie benötigen Weisheit und Mut, jetzt eine stabile dem Wohl des Volkes dienende Regierung zu bilden.
Das Engagement der Christen ist nötig. Darum ermutigen wir Christen intensiv zu überlegen, zu beten und dann zu entscheiden, wie und in welchen konkreten öffentlichen Aufgaben sie selbst Mitverantwortung übernehmen können. So wird es auch leichter möglich, vom christlichen Glauben geprägte Überzeugungen in die Öffentlichkeit einzubringen. Und es erscheint dringend geboten, dass sich Christen auch stärker in die öffentliche Diskussion einmischen.
Die biblische Aufforderung „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie“ gilt uns auch heute.