04.09.2005
Aus für die Arbeitsgemeinschaft Soldatenseelsorge
Ende des Jahres wird der missionarische Dienst in der Bundeswehr aufgelöst<br />
Aus für die Arbeitsgemeinschaft Soldatenseelsorge
Ende des Jahres wird der missionarische Dienst in der Bundeswehr aufgelöst
H a m b ü h r e n (idea) – Die Arbeitsgemeinschaft Soldatenseelsorge (ags) wird zum Jahresende aufgelöst. Das gibt die missionarisch-seelsorgerliche Arbeit in ihrer Zeitschrift „Neue Lage“ (Hambühren bei Celle) bekannt. Dem hauptamtlichen Mitarbeiter, Christian Sell, werde zum gleichen Zeitpunkt gekündigt. Aktuelle Entwicklungen in der Evangelischen Militärseelsorge und bei den Mitgliedsverbänden der ags ließen eine dauerhafte personelle und finanzielle Unterstützung nicht mehr zu. Der Kuratoriumsvorsitzende und Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Pfarrer Christoph Morgner (Siegen), hofft, daß die missionarische Arbeit in der Bundeswehr gleichwohl weitergeführt werden kann. Initiator der ags war Pastor Klaus-Dieter Zunke (Hambühren bei Celle). Er war von 1977 bis 1987 evangelischer Standortpfarrer in Celle und Hambühren. Anschließend übernahm er den Aufbau und die Leitung der ags, die er 26 Jahre lang prägte. Im April 2004 sollte Militärpfarrer Thomas Mangold (Günzburg bei Ulm) die Geschäftsführung übernehmen, doch er mußte die Beauftragung aus familiären Gründen zurückgeben. Nach dem Tod seiner Frau mußte er sich um seine drei Kinder kümmern. Wegen Mangolds verhindertem Dienstantritt war Zunke aus dem Ruhestand heraus in die Bresche gesprungen. Zu den Trägern der ags gehören die Deutsche Evangelische Allianz, der Gnadauer Gemeinschaftsverband, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), der Bund Freier evangelischer Gemeinden, der CVJM, der Jugendverband „Entschieden für Christus“, die Cornelius-Vereinigung (Christen in der Bundeswehr) und als Gast die Evangelisch-methodistische Kirche.