31.10.2005
Den islamischen Faschismus stoppen
Die iranischen Ausfälle gegen Israel dürfen nicht hingenommen werden
Den islamischen Faschismus stoppen
Die iranischen Ausfälle gegen Israel dürfen nicht hingenommen werden
Albrecht Hauser, Vorsitzender des Arbeitskreis Islam der Deutschen Evangelischen Allianz, hat für die Nachrichtenagentur idea einen Kommentar zu den iranischen Ausfällen gegen Israel Stellung genommen, den wir hir dokumentieren:
"Seit Ayatollah Khomeini im Jahre 1979 den „Jerusalem-Tag“ ins Leben gerufen hat, werden alljährlich in der islamischen Welt am letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan die „Gläubigen“ in einer geradezu paranoiden Weise „antisemitisch“ aufgehetzt. Schon Khomeini bezeichnete damals Israel als ein „Krebsgeschwür“ im Nahen Osten. Anläßlich des „Jersualem-Tages“ im November 2004 stellte der damals ebenfalls die Präsidentschaft im Iran anstrebende, sogenannte moderate Hashimi Rafsanjani fest: „Die Gründung des Staates Israel war ein satanischer Plan und die teuflischen Ziele dieses Staates müssen weiterhin genau studiert werden.“ Israel sei ein „künstlicher Staat,“ der geschaffen worden sei, um die islamische Welt zu schwächen. Die geschichtlichen Wurzeln dieses Konflikts gehen leider zurück bis zu den Tagen Mohammeds (570-632) in Medina und der damals sich abspielenden und heute weiter sich entfaltenden Tragödie, die mit der Vertreibung und Vernichtung jüdischer Stämme aus Medina und der arabischen Halbinsel ihren Anfang nahm.
„Israel vernichten“
Da sich der neue Staatspräsident des Irans, Ahmadinejad, in den Fußstapfen von Khomeini versteht, ist es kaum verwunderlich, daß auch der diesjährige „Jerusalem-Tag“ zum Anlaß genommen wurde, in Teheran eine Konferenz abzuhalten mit dem Titel: „Die Welt ohne Zionismus“. Hier wurde in geradezu faschistischer Manier argumentiert. „Vernichtung! Vernichtung! Tod den Juden!“ kreischten angeheizte iranische Sprechchöre, als Präsident Ahmadinejad forderte: „Israel muß von der Landkarte getilgt werden.“ Die islamische Welt werde ihren historischen Feind nicht in ihrer Mitte leben lassen und Israel soll in Blut getaucht werden. Der Präsident erfreute sich eines Bades in der Menge, denn er sei ja nur die Stimme des Volkes, meinte er bescheiden. „Jeder, der Israel anerkennt, wird im Zornfeuer der islamischen Nation verbrennen“, zitiert dann noch das staatliche Fernsehen den Präsidenten. Die etwas doppelzüngig klingenden Bemerkungen Rafsanjanis beim Freitagsgebet: „Wir haben keine Probleme mit Juden und dem hoch geschätzten Judentum als Buchreligion“ macht deutlich, wie hier zudem der Versuch unternommen wird, Israel und dem jüdischen Staat sein Existenzrecht zu entziehen, während man behauptet, Juden zu dulden. Traditionell gab es seit der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. im persischen Sprachraum größere jüdische Gemeinden. Obwohl die Mehrzahl der Juden nach der Staatsgründung Israels ausgewandert sind, lebten in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch mehr als 100.000 Juden im Iran. Mit heute noch etwas über 20.000 Juden finden sich dort noch mehr Juden als in allen übrigen islamischen Ländern. Nun scheint es, daß die lange jüdische Diaspora im Iran langsam ihrem Ende zuneigt.
Wenn die Atombombe kommt
Israel hat mit Recht empört reagiert und sich folgerichtig an den UN-Sicherheitsrat gewandt. Es ist zu hoffen, daß der Westen nicht mehr länger schulterzuckend den grassierenden Antisemitismus in der islamischen Welt hinnimmt, denn Haß kann kein Weg sein, der zum Frieden in der Völkergemeinschaft führt. Es war Simon Wiesenthal, der die Gefährlichkeit einer Verbindung zwischen Haß und Technologie erkannt hat. Wenn der Iran heute schon so massiv Israels seine Existenzberechtigung abspricht, können wir davon ausgehen, daß die Worte und Drohgebärden gegen Israel noch massiver werden, wenn die Atombombe in die Hände von Menschen gelangt, die einem islamischen Faschismus frönen. Die Kräfte, die gegen Israel sind und sein Existenz infrage stellen, meinen es auch nicht gut mit der christlichen Kirche. Wer Israel aber keine Zukunft gibt, der zerstört seine eigene Zukunft. Daher sollte uns in diesen Tagen im Blick auf Israel der Liedvers betend begleiten: „Sieh dein Volk in Gnaden an. Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, daß der Feind es nicht verderbe. Führe es durch diese Zeit, nimm es auf in Ewigkeit.“