24.10.2005

Europäische Evangelische Allianz bekräftigt politisches Engagement

Europa verändern, anstatt sich auf die Rettung einzelner Seelen zu beschränken

Europäische Evangelische Allianz bekräftigt politisches Engagement

Europa verändern, anstatt sich auf die Rettung einzelner Seelen zu beschränken

T a v i r a (idea) – Die Europäische Evangelische Allianz (EEA) hat sich zum politischen Engagement bekannt. Sie wolle Europa verändern und sich nicht auf die Rettung einzelner Seelen beschränken, erklärte der Vizepräsident der Evangelischen Allianz Italiens, Leonardo De Chirico (Padua), bei der Generalversammlung vom 19. bis 23. Oktober in der südportugiesischen Stadt Tavira. Die EEA umfaßt 35 Nationalverbände, die etwa zehn Millionen Evangelikale vertreten. Vor rund 200 Delegierten hob De Chirico den ganzheitlichen Ansatz der evangelikalen Bewegung hervor. Sie sorge sich um Leib und Seele sowie um das geistige und soziale Umfeld der Menschen. Nach Angaben der EEA-Repräsentantin bei den Europäischen Institutionen in Brüssel, der Dänin Tove Videbaek (Brüssel), setzt sich die EEA für die Verbreitung biblischer Werte ein. Dazu gehöre der Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum Tod, die Wertschätzung von Ehe und Familie, die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Religionsfreiheit sowie das Recht von Pastoren, biblische Überzeugungen uneingeschränkt zu verkündigen. Dem Arbeitskreis für Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz zufolge ist dieses Recht durch die Antidiskriminierungsrichtlinie der EU bedroht, die zum Beispiel die Charakterisierung von praktizierter Homosexualität als Sünde verbieten könnte. Laut Videbaek, die seit Juni amtiert, gibt es bei der EU ein großes Interesse an evangelikalen Positionen. Nötig wäre die Unterstützung durch einige Ehrenamtliche.