05.10.2005

Frankfurt am Main: Gebetsgottesdienst vor dem Rathaus

Oberbürgermeisterin Roth bittet Gott: „Beende das Schüren von Mißgunst“

Frankfurt am Main: Gebetsgottesdienst vor dem Rathaus

Oberbürgermeisterin Roth bittet Gott: „Beende das Schüren von Mißgunst“

F r a n k f u r t a m M a i n / W a l s r o d e (idea) – Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, haben Christen an zahlreichen Orten Gebetsgottesdienste gefeiert. Sie dankten Gott für die Wiedervereinigung Deutschlands vor 15 Jahren und beteten für die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft. In Frankfurt am Main nahmen mehr als 400 Christen an einem internationalen Gebetsgottesdienst vor dem Römer teil, dem Rathaus der Mainmetropole. Unter den Teilnehmern waren Afrikaner, Koreaner sowie Latein- und Nordamerikaner. Eingeladen hatte die örtliche Evangelische Allianz zusammen mit katholischen Gebetsgruppen und Christen aus Ausländergemeinden. Die Teilnehmer beteten unter anderem für die Regierungsbildung in Berlin sowie für Wirtschaft, Medien und die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr. Die Baptistenpastorin Evellyn Fillies-Strohm verlas ein Gebet von Oberbürgermeisterin Petra Roth, das sie den Veranstaltern geschickt hatte. Darin bat die CDU-Politikerin Gott um „Weisheit und Kraft, Reformen anzugehen und dies mit menschlicher Größe und politischer Klugheit zu tun“. Weiter hieß es: „Schenke uns allen innere Zufriedenheit, sorge bei Not für Hilfe, verringere den Neid in unserem Land und beende das Schüren von Mißgunst.“ Anschließend zogen die Teilnehmer in einer Lichterprozession in den Frankfurter Dom, um am Ort früherer Kaiserkrönungen „den wahren König in unserem Land, Jesus Christus“, zu loben und für die Einheit der Christen zu beten. Als Zeichen des Dienens wuschen sich Mitglieder verschiedener Kirchen nach biblischem Vorbild die Füße. Der Frankfurter Allianzvorsitzende, Pastor Norbert Welski, sprach gegenüber idea von einer zukunftsweisenden „sehr guten Zusammenarbeit mit katholischen Priestern“.

Christen sollen 3. Oktober als Nationalen Gebetstag begehen

An einem Norddeutschen Gebetstag im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen (Walsrode) nahmen rund 200 Christen teil. Sie beteten ebenfalls für die anstehende Regierungsbildung, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Ein weiteres Thema waren die EU-Verhandlungen mit der Türkei. Wie der Leiter des Rüstzentrums, Pastor Kai-Uwe Schroeter, dazu gegenüber idea sagte, sei es in den Gebeten sowohl um die Sorge über einen wachsenden islamischen Einfluß gegangen als auch um die Hoffnung auf neue missionarische Chancen für Christen. Die Teilnehmer des Gebetstags hatten auch die Möglichkeit, in Zweiergruppen für persönliche Anliegen zu beten und sich segnen zu lassen. Schroeter plädiert dafür, daß Christen den 3. Oktober als Nationalen Gebetstag mit Gottesdiensten begehen.