07.11.2005
Zur EKD-Synode: ARD-„Tagesthemen“ stellen evangelikale Gemeinde vor
Internationale Baptistengemeinde Stuttgart: Zu den Gottesdiensten kommen 600 Besucher<br />
Zur EKD-Synode: ARD-„Tagesthemen“ stellen evangelikale Gemeinde vor
Internationale Baptistengemeinde Stuttgart: Zu den Gottesdiensten kommen 600 Besucher
H a m b u r g / S t u t t g a r t (idea) – Die ARD-Sendung „Tagesthemen“ hat anläßlich der in Berlin tagenden EKD-Synode über die evangelikale Bewegung berichtet. Zu ihr gehörten allein in Deutschland über eine Million Menschen, hieß es in dem am 7. November ausgestrahlten Beitrag. Darin wurde eine evangelikale Gemeinde porträtiert: die aus einer US-Militärgemeinde hervorgegangene englischsprachige Internationale Baptistengemeinde in Stuttgart, die auch immer mehr Deutsche zu ihren Mitgliedern zählt. Zwei von ihnen kamen in der Sendung zu Wort und äußerten sich begeistert über das Gemeindeleben, weil der Gottesdienst „sehr lebendig gestaltet“ werde und „das Wort Gottes so gelehrt wird, wie es in der Bibel steht“. Der für den deutschsprachigen Arbeitszweig zuständige Gemeindepastor Steffen Kahl sagte, der wachsende Zulauf sei nicht auf eine seichte Verkündigung oder ein „Weichspülevangelium“ zurückzuführen. Wer sich zu der Internationalen Baptistengemeinde halte, wisse, daß er „total von Gott geliebt, aber auch total von Gott gefordert“ werde. Die zwei Sonntagsgottesdienste der Gemeinde besuchen rund 600 Personen. Kahl ist auch außerhalb seiner Kirche als früherer Projektleiter des „Jahres mit der Bibel 2003“ bekannt. Wie er gegenüber idea sagte, habe die Fernsehredaktion bei ihren Recherchen zwar versucht, trennende Unterschiede zu anderen Kirchen oder der EKD herauszuarbeiten. Zu einer Polarisierung sei es aber nicht gekommen. „Wir freuen uns über jeden, der an Jesus Christus glaubt, auch in anderen Gemeindetraditionen“, so Kahl. Und er fügte hinzu: „Wir suchen das Gemeinsame und halten das Trennende in Liebe aus.“
EKD-Ratsvorsitzender: Zeiten der Konfrontation sind vorbei
Daß man die Bibel wörtlich nehme und gegen Abtreibungen sei, wie es in der Sendung hieß, sei kein alleiniges Kennzeichen seiner Gemeinde. Um so mehr freue es ihn, daß der in der Sendung ebenfalls interviewte EKD-Ratsvorsitzende, der Berliner Bischof Wolfgang Huber, nicht auf Distanz zu den Evangelikalen gegangen sei. Huber sagte den „Tagesthemen“, daß die Zeiten der Konfrontation vorbei seien. Als nicht zutreffend nannte es Kahl, daß die Sendung den Eindruck erweckt habe, auch seine Gemeinde und allgemein die Baptisten seien „unter dem Dach der EKD“ tätig. Allerdings sei es für eine Redaktion verständlicherweise schwer, angesichts des vielschichtigen Protestantismus in Deutschland den Überblick zu behalten.