17.05.2005
„Kleinste Kirche der Welt“: Smart-Autos werben für ProChrist
Bibel und Kreuz im Handschuhfach: 70 Kleinwagen fahren bis März 2006 in 700 Orte<br />
„Kleinste Kirche der Welt“: Smart-Autos werben für ProChrist
Bibel und Kreuz im Handschuhfach: 70 Kleinwagen fahren bis März 2006 in 700 Orte
B e r l i n (idea) - Die „kleinste Kirche der Welt“ geht auf große Fahrt. Mehr als 70 orange lackierte Smart-Autos starteten am 18. Mai vor dem Berliner Dom, um in ganz Deutschland sowie Teilen Österreichs und der Schweiz unter dem Motto „Einsteigen und Ankommen“ für die Evangelisation ProChrist zu werben. Die von Christen aus Landes- und Freikirchen getragene Veranstaltungsreihe findet vom 19. bis 26. März 2006 in der Münchener Olympiahalle statt. Von dort soll sie per Satellit an mehr als 1.000 Orte in ganz Europa übertragen werden, wo Gemeinden eigene missionarische Rahmenprogramme anbieten. Die Smarts werden bis zum 31. März 2006 rund 700 Orte ansteuern, darunter Hamburg, Düsseldorf, Dresden, München, Stuttgart, Bern und Wien, teilte der Vorstandsvorsitzende von ProChrist, Raimund Utsch (Kassel), vor Journalisten in Berlin mit. Die rund 2.500 ehrenamtlichen Smartfahrer sollen dort an missionarischen Aktionen christlicher Gemeinden mitwirken und Passanten für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung stehen. Im Handschuhfach immer dabei sind eine Bibel, ein Kreuz und eine CD mit christlichen Liedern und Andachten.
Parzany: Im Leben ohne Gott ist die Unfallgefahr extrem hoch
Der Hauptredner von ProChrist, CVJM-Generalsekretär Ulrich Parzany, sagte, die Unfallgefahr sei extrem hoch, wenn Menschen Gott aus ihrem Leben ausblendeten, und selbst das Steuer übernehmen wollten. „Viele haben bereits erlebt, daß sie mit ihrem Schrott alleingelassen werden, und sich andere von ihnen abwenden, wenn das Leben Beulen oder einen für alle sichtbaren Lackschaden bekommen hat.“ Christen hätten eine Bringschuld, diesen Menschen von Gott zu erzählen. „Wir glauben, daß es ein Grundrecht eines jeden Menschen ist, von der Liebe Gottes zu erfahren“, so Parzany. Es sei nicht ausreichend, viele schöne Kirchen geöffnet zu halten. Vielmehr müsse das Evangelium zu den Menschen gebracht werden.
Der EKD-Ratsvorsitzende betet für eine unfallfreie Fahrt
Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), sagte, ProChrist passe genau in die heutige Zeit. Viele Menschen hätten Sehnsucht nach klarer Orientierung und bleibenden Werten. „Ich wünsche mir, daß viele, denen die Schwelle zur nächsten Kirchengemeinde zu hoch erscheint, die Tür des Autos öffnen, darin Platz nehmen, und sich in einem Gespräch mit dem Fahrer über den christlichen Glauben informieren lassen.“ Den Smartfahrern „gilt mein Gebet, daß sie die Autos ohne Unfall immer dort hinbringen, wo sie hin sollen“. Huber ist auch Mitglied des Kuratoriums von ProChrist 2006. Weitere Mitglieder sind die Landesbischöfe Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Jochen Bohl (Dresden), Ulrich Fischer (Karlsruhe), Axel Noack (Magdeburg) und Johannes Friedrich (München). Auch die EKD-Ratsmitglieder Christine Lieberknecht – CDU-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag - und der Fernsehjournalist Peter Hahne, der Verleger Friedrich Hänssler, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sowie der Präses des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden und Allianzvorsitzende Peter Strauch (Witten), gehören zum Leitungsgremium der Evangelisation, die zuerst 1993 in Essen stattfand. Damals war der US-amerikanische Evangelist Billy Graham Hauptredner, seit der Veranstaltung in Leipzig (1995) ist es Parzany. Anschließend fand ProChrist in Nürnberg (1997), Bremen (2000) und im März 2003 in Essen statt. Damals nahmen rund 1,8 Millionen Menschen an mehr als 1.300 Orten an „ProChrist“ teil. Rund 30.000 von ihnen entschieden sich für ein Leben als Christ.