19.06.2005
G8-Gipfel: „Von Gott gegebene Chance“, die Armut einzudämmen
Britische Kirchenvertreter appellieren an US-Präsident Bush
G8-Gipfel: „Von Gott gegebene Chance“, die Armut einzudämmen
Britische Kirchenvertreter appellieren an US-Präsident Bush
L o n d o n (idea) – Britische Kirchenvertreter haben US-Präsident George W. Bush in einem Offenen Brief gebeten, sich auf dem G8-Gipfeltreffen der sieben wichtigsten Industriestaaten plus Rußland vom 6. bis 8. Juli im schottischen Gleneagles für eine Reduzierung der weltweiten Armut einzusetzen. In dem Brief wird Bush als „Bruder in Christus“ bezeichnet. Das Treffen sei eine „von Gott gegebene Chance, um die Geschichte für Millionen Menschen zu ändern, die täglich weniger als einen US-Dollar pro Tag zum Leben haben“. Die Kirchenvertreter unter Federführung des Generaldirektors der Britischen Evangelischen Allianz, Joel Edwards (London), hoffen und beten, daß auf dem Treffen ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen werden könne - von einem größeren Schuldenerlaß über verstärkte Hilfen für die ärmsten Länder bis hin zu einem internationalen Bekenntnis für einen gerechten Welthandel. Armut und Ungerechtigkeit würden immer wieder in der Bibel angesprochen, heißt es in dem Brief. Die Kirchenvertreter verweisen auf das Jesus-Wort „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan“ (Matthäus 25,40). Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören die anglikanischen Bischöfe Walace Benn (Lewes), Peter Broadbent (Willesden) und James Jones (Liverpool), der baptistische Generalsekretär David Coffey (Didcot), der Fernsehprediger Steve Chalke (London) und der Initiator des Alpha-Glaubenskurses, Nicky Gumbel (London).