25.01.2005

Scheidender Weltallianz-Generalsekretär widmet sich dem Kampf gegen Aids

Gary Edmonds wechselt zu „Churches Together“: Nordamerikanisch-afrikanische Partnerschaften<br />

Scheidender Weltallianz-Generalsekretär widmet sich dem Kampf gegen Aids

Gary Edmonds wechselt zu „Churches Together“: Nordamerikanisch-afrikanische Partnerschaften

S e a t t l e (idea) – Der scheidende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), der US-Amerikaner Gary Edmonds (Seattle), wechselt zum 1. Februar zur Organisation „Churches Together“ (Kirchen gemeinsam). Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Kampf gegen Aids Partnerschaften zwischen nordamerikanischen und afrikanischen Kirchen zu bilden. Der 55jährige Edmonds hatte das Leitungsamt bei der Weltallianz drei Jahre lang inne. Die in 124 Ländern vertretene Allianz repräsentiert etwa 400 Millionen Evangelikale. „Churches Together“ wurde vor zwei Jahren von zehn Kirchengemeinden in den USA gegründet; beteiligt ist ferner die Kanadische Evangelische Allianz. Die Organisation arbeitet in Verbindung mit der Afrikanischen Evangelischen Allianz. Die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden von „Churches Together“, die Pastoren Tom Correll (Minneapolis) und Tim Neet (Atlanta), zeigten sich erfreut, jemanden von Edmonds „Kaliber“ als Direktor gewonnen zu haben. Dies werde die Zusammenarbeit zwischen Nordamerika und Afrika im Kampf gegen Aids befördern. Die afrikanischen Kirchen brauchten mehr als Dollars, sie benötigten auch die mittragende Begleitung. Nordamerikanische Kirchen würden durch die Partnerschaft geistlich erneuert.

Gründe für Rücktritt: Finanzierung und Positionierung der Weltallianz

Edmonds erklärte, sein Herz schlage für „zweckdienliche Partnerschaften“ von Christen in unterschiedlichen Ländern und für „die Ausdehnung des Reiches Gottes bis an die Enden der Welt“. Sein Anfang Januar bekanntgegebener Rücktritt als WEA-Generalsekretär hatte führende Allianzvertreter in Deutschland überrascht. Das deutsche Mitglied im Internationalen Rat, Bundespfarrer Rudolf Westerheide (Lemgo) vom Jugendverband „Entschieden für Christus“, konnte sich den Entschluß nicht erklären. Edmonds hat sich inzwischen der Zeitung Christian Post (San Francisco) gegenüber zu den Gründen geäußert. Wie der Adventistische Pressedienst APD (Basel) berichtet, beschäftigten Edmonds vor allem zwei Faktoren – die unsichere Finanzierung und die strategische Positionierung der Weltallianz. Beide Schwachpunkte seien ihm allerdings schon bewußt gewesen, als er Generalsekretär wurde. Den nationalen und regionalen Allianzen sei es nicht gelungen, eine „nachhaltige Finanzierungsbasis“ für die WEA zu schaffen. Andererseits sei die Weltallianz so gewachsen, daß eine organisatorische Stärkung zu wünschen sei – zum Beispiel in Form einer „Konföderation“.