09.01.2005

„Ein guter Vater zeigt sich vor allem darin, dass er da ist, wenn sein Kind ihn braucht“

Peter Strauch beim Eröffnungsgottesdienst am 9. Januar im Expo-Wal in Hannover

„Ein guter Vater zeigt sich vor allem darin, dass er da ist, wenn sein Kind ihn braucht“

Peter Strauch beim Eröffnungsgottesdienst am 9. Januar im Expo-Wal in Hannover

Die Eröffnung der Allianzgebetswoche in Hannover fand im Wal statt, dem im Zusammenhang mit der EXPO 2000 erstellten und betriebenen
„Pavillon der Hoffnung“. Das Projekt hatte der CVJM, die Deutsche Evangelische Allianz und World Vision gemeinsam getragen. Heute finden im Wal monatlich „Wal-Sonntage“ statt mit Gottesdienstangeboten.

In seiner Predigt führte der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Peter Strauch, u.a. aus:
„Kann man angesichts der schrecklichen Katastrophe in Südostasien überhaupt noch beten: Unser Vater in dem Himmel? Viele Zeitgenossen sagen Nein, denn ein liebender Vater könnte ein solches Leid niemals zulassen?

Doch den „lieben Gott“, der sich in allem so verhält, wie wir es uns wünschen und von ihm erwarten, gibt's in der Bibel nicht. Gott ist ein heiliger Gott. Nicht wir ziehen ihn zur Rechenschaft, sondern er uns. In einer großen endgeschichtlichen Rede von Jesus heißt es (Lukas 21, 25b): „Auf der Erde werden die Menschen bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.“ Wie aktuell ist dieser Satz angesichts der jüngsten Ereignisse!

Ein guter Vater zeigt sich vor allem darin, dass er dann da ist, wenn sein Kind ihn braucht. So haben ihn Menschen, wie Paul Gerhard, Dietrich Bonhoeffer, Corrie ten Boom und viele andere erfahren. Sie mussten Schreckliches erleiden, Dinge, die so gar nicht zu dem guten Vater im Himmel zu passen schienen. Aber sie erlebten ihr Leid in den Armen Gottes. Es ist furchtbar, von Katastrophen betroffen zu sein, wie sie am zweiten Weihnachtstag in Südostasien geschehen sind, aber das Schlimmste ist doch, in einer solchen Situation keinen Vater im Himmel zu haben, der uns hält, tröstet und nach Hause bringt.“