02.01.2005
„Das Land Luthers aus dem geistlichen Tiefschlaf erwecken“
Ausländer wollen „deutschen Heiden den Heiland verkündigen“<br />
„Das Land Luthers aus dem geistlichen Tiefschlaf erwecken“
Ausländer wollen „deutschen Heiden den Heiland verkündigen“
B e r l i n (idea) – Deutschland steht eine „Großoffensive zugewanderter Missionare“ bevor. Schon jetzt versuchen rund 2.000 Christen aus dem Ausland – vor allem aus Ghana, Südkorea, Nepal und den USA – „den deutschen Heiden den Heiland zu verkündigen“, berichtet die Zeitung „Welt am Sonntag“. Europa werde längst als Missionsfeld angesehen. Während hierzulande die Christenheit schrumpfe und die Zahl der Kirchenaustritte steige, wachse weltweit die Zahl der Christen auf rund 1,9 Milliarden. Vor alle theologisch konservative Freikirchen hätten Wachstumsschübe zu verzeichnen. Die „Koalition für Evangelisation“ (früher Lausanner Komitee – Deutscher Zweig) wolle ab kommendem Jahr die bisher meist isolierten Missionare in Deutschland stärker vernetzen. Nach Angaben des Vorsitzenden der Koalition, CVJM-Generalsekretär Ulrich Parzany (Kassel), sollen die Zugewanderten als Prediger und Seelsorger stärker in die Großkirchen hineinwirken. Sie hätten noch einen Blick für die geistlichen Probleme. Der „Welt am Sonntag“ zufolge existieren in Übersee bereits Ausbildungszentren für Europa-Missionare. So würden in Südkorea Pläne geschmiedet, „das Land Luthers aus dem geistlichen Tiefschlaf zu erwecken“. Sollte sich die Fußballnationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2006 qualifizieren, würden mehrere Tausend Missionare aus dem „Land der Morgenstille“ nach Deutschland kommen. Auf „Sieg“ sind die Südkoreaner bereits eingestellt. Ihr Team schlug die deutsche Nationalelf kürzlich mit 3:1.