17.02.2005
Willow Creek Leitungskongress in Stuttgart mit 11.000 Teilnehmern
Oberkirchenrat Küenzlen: "Kirche kann von Willow Creek lernen!"
Willow Creek Leitungskongress in Stuttgart mit 11.000 Teilnehmern
Oberkirchenrat Küenzlen: "Kirche kann von Willow Creek lernen!"
Der Oberkirchenrat der Württembergischen Landeskirche und theologische Referent der Kirchenleitung Heiner Küenzlen hat den Kongress der Willow Creek Bewegung in Stuttgart gewürdigt, bei dem mehr als 11.000 Christen aus Landes- und Freikirchen teilnehmen. "Willow Creek erinnert Verantwortliche in Gemeinden, Pfarrer und Pastoren an ihre eigentliche Motivation: Christen sollen den Menschen die Botschaft von der Liebe Gottes weitergeben", sagte Oberkirchenrat Küenzlen am Freitag bei einem Besuch des Kongresses in Stuttgart.
Gleichzeitig zeigte sich Heiner Küenzeln erfreut über die Zusammensetzung der Teilnehmer, die voneinander lernen könnten. "Viele sind Mitarbeiter in Gemeinden der Landeskirche, aus Freikirchen und weiteren Gemeinden. Hier werden Grenzen überschritten, Christen lernen voneinander, ohne ihre eigene Geschichte, Lehre oder Prägung zu vernachlässigen", so Oberkirchenrat Küenzlen.
"Willow Creek sind theologische Grundwahrheiten wichtig"
Bei positiven methodischen Anliegen der Gottesdienstgestaltung vernachlässige Willow Creek jedoch nicht die christlichen Grundwahrheiten, wie sie in der Bibel dargelegt sind. "Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bewegungen, die aus theologischer Sicht kritisch zu bewerten sind, bleibt bei Willow Creek auch die Anfälligkeit des Menschen für das eigene Versagen Bestandteil der Lehre: Christen leben nicht allein von guter Stimmung, sondern sind von Gottes Gnade abhängig. Das weiß auch Willow Creek."
Dabei zeige Willow Creek auch ermutigende Schritte hin zu einer positiven Gestaltung des eigenen Lebens als Christ und als Teil der eigenen Gemeinde. "Hier können Christen aus den USA und Deutschland voneinander lernen. Ich bin froh, dass uns die Gemeindemitglieder von Willow Creek mit ihrem Konzept herausfordern, denn auch die traditionellen Kirchen in Deutschland können neue Wege gehen", sagte Oberkirchenrat Küenzlen.