15.02.2005

"Geistlich leiten mit Charakter und Vision"

11.000 engagierte Christen beim Willow Creek Kongress

"Geistlich leiten mit Charakter und Vision"

11.000 engagierte Christen beim Willow Creek Kongress

Mit der Rekordbesucherzahl von rund 11.000 Teilnehmern aus Kirchen, Freikirchen und christlichen Werken startet am Donnerstag der Leitungskongress der Willow Creek Bewegung, der vom 17. bis 19. Februar in der Schleyer-Halle in Stuttgart stattfindet.

Karl-Heinz Zimmer: "Neue Anregungen für verantwortliche Mitarbeiter"

Unter dem Motto "Geistlich leiten mit Charakter und Vision" sollen die Teilnehmer des Leitungskongresses neue Anregungen für ihre verantwortliche Mitarbeit in Kirchen und Gemeinden erhalten, wie Karl-Heinz Zimmer, Geschäftsführer von Willow Creek Deutschland, am Mittwoch vor Journalisten in Stuttgart sagte. "Immer mehr verantwortliche Mitarbeiter in Kirchen und Gemeinden erkennen, dass viele Probleme auf der Sachebene auch auf Schwierigkeiten in der Führungs- und Leitungsebene zurückzuführen sind", sagte Karl-Heinz Zimmer weiter.

Verantwortliche Mitarbeiter in christlichen Gemeinden hätten hier den Wunsch, ihre Verantwortung kompetent wahrzunehmen. "Das ist auch ein Grund für die große Nachfrage nach dem Leitungskongress, der mit 11.000 Teilnehmern der weltweit größte durchgeführte Willow Creek Kongress ist, der je stattgefunden hat." Die Veranstaltungen in der Schleyer-Halle in Stuttgart werden in einen zusätzlichen Großraum übertragen. Die Schleyer-Halle umfasst rund 9.200 Plätze.

Ulrich Eggers: "Kompetenz von Leitern entscheidend für Zukunft"

Ulrich Eggers, Vorsitzender von Willow Creek Deutschland, bezeichnete die Frage nach der "Kompetenz von Leitern" als eine der wesentlichen Fragen für die Zukunft der Christen in Deutschland und weltweit. "Offensichtlich versteht die Kirche hierzulande immer mehr, dass es auch die fachliche und geistliche Qualität von Leitung ist, die die Zukunft der Gemeinden wesentlich bestimmt."

Dabei sei es den Verantwortlichen des Willow Creek Kongresses ein großes Abliegen, sich nicht nach der großen Masse auszurichten, sondern den Einzelnen im Blickfeld zu haben. "Gemeinden sollen jedem Menschen in seiner konkreten Situation helfen - egal, ob durch Selbsthilfe-Kleingruppen, Hilfe zum Umgang mit Geld, reparierte Autos für Alleinerziehende oder Antworten auf die Sinnfragen des Lebens", sagte Ulrich Eggers.

Es sei ein großes Anliegen von Willow Creek, den Glauben an Gott mit dem Alltag und den praktischer Hilfe für Menschen zu verbinden. Kirchen und Gemeinden in Deutschland dürften alltägliche Fragen der Menschen auch in ihren Gottesdiensten nicht ausklammern, sondern etwa in Predigten die Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und dem Leben als Christ aufzeigen, so Eggers. Dieses Anliegen solle auch auf dem Leitungskongress vermittelt werden solle. Wie Karl-Heinz Zimmer weiter sagte, seien dies die praktischen Auswirkungen des Mottos von Willow Creek, das Führungspersonen in christlichen Gemeinden vermittelt werden soll: "Menschen leiten heißt Menschen dienen".

Gary Schwammlein: "Mehr Interesse für kirchenferne Menschen"

Der Leiter des internationalen Arbeit des Willow Creek Netzwerkes, Gary Schwammlein (Barrington bei Chicago), betonte das weltweite Engagement von Willow Creek. "In zahlreichen Gemeinden und Kirchen in mehr als zehn Ländern der Erde werden unsere Visionen begeisternd aufgenommen. Dabei wollen wir die bestehenden Gemeinden nicht ersetzen oder eigene Gemeinden aufbauen, sondern neue Impulse für Wachstum weitergeben. Gemeinden wachsen dann, wenn sich Pastoren, Gemeindeleiter und verantwortliche Mitarbeiter auf die Botschaft der Bibel gründen und sich leidenschaftlich für Menschen interessieren und einsetzen, die keinen Bezug zur Kirche haben", so Gary Schwammlein.

Christen aus allen Konfessionen

Der Kongress ist konfessionsübergreifend und richtet sich an Personen, die in verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinden Deutschlands in Leitungs- und Führungsverantwortung auf unterschiedlichen Ebenen tätig sind. Veranstalter ist die Bewegung Willow Creek Deutschland (www.willowcreek.de), ein Zweig der internationalen Willow Creek Association.

Willow Creek arbeitet seit elf Jahren in Deutschland und hat es sich zur Aufgabe gesetzt, bestehende Kirchen und christliche Gemeinden durch Kongresse, Literatur, Arbeitsmaterial und weiterführende Trainings- und Beratungsangebote zu unterstützen.

Initiator: Pastor Bill Hybels

Die Gemeinde Willow Creek mit Sitz in South Barrington bei Chicago (USA) wurde vor 28 Jahren von Pastor Bill Hybels gegründet. Seine Absicht ist es bis heute, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, die nicht in die Kirche gehen. Heute besuchen rund 18.000 Menschen einen der sechs Gottesdienste, die die Gemeinde am Wochenende anbietet. Bill Hybels, der auch auf dem Kongress in Stuttgart sprechen wird, ist es ein großes Anliegen, Christen in Leitungspositionen ihrer Gemeinden zu fördern, damit sie sich für den Aufbau ihrer Gemeinde einsetzen können. Aus der Willow Creek Gemeinde in den USA sind rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Leitungskongress als Mitwirkende dabei.

Willow Creek Kongresse seit 1996 in Deutschland

Willow Creek Kongresse werden in Deutschland seit 1996 durchgeführt, insgesamt haben bislang mehr als 50.000 Menschen an den Kongressen teilgenommen. Etwa 2.500 Gemeinden in Deutschland haben nach Angaben der Veranstalter bislang Impulse der Willow Creek Bewegung aufgenommen und umgesetzt.

Weitere Informationen: www.willowcreek.de