07.08.2005

Allianz-Konferenz endete mit Aufruf zu gesellschaftlicher Verantwortung

Generalsekretär Steeb für stärkere Beachtung biblischer Werte

Allianz-Konferenz endete mit Aufruf zu gesellschaftlicher Verantwortung

Generalsekretär Steeb für stärkere Beachtung biblischer Werte

B a d B l a n k e n b u r g, 7. August 2005 (idea) - Mit einem Aufruf an Christen zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ging am 7. August die 110. Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg zu Ende. Bei der Bundestagswahl im September sollten sich Christen dafür einsetzen, daß biblische Werte wieder mehr Beachtung finden, hieß es am Schluß des fünftägigen Glaubenstreffens, bei dem sich rund 2.500 überwiegend junge Menschen mit dem Thema „Gott ist für uns“ befaßten. Die Welt brauche die Botschaft, daß sie sich nicht auf dem Weg in eine unausweichliche Katastrophe befinde, sagte der Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart). Von Theologen werde erwartet, auf die Liebe Gottes hinzuweisen und Menschen auf ihre Gottesbeziehung anzusprechen, anstatt einfache Rezepte zur Lösung gesellschaftlicher Probleme zu geben. Der Vorsitzende, Präses Peter Strauch (Witten) vom Bund Freier evangelischer Gemeinden, bezeichnete das dem Römerbrief entnommene Konferenzthema als christliche Antwort auf das zunehmende Interesse an spirituellen Fragen. Bibelarbeiten und Arbeitsgruppen hätten gezeigt, daß der Glaube an Jesus Christus ein Grundvertrauen vermittele, das Voraussetzung zur Bewältigung persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Krisen sei.

„Gewissenschärfende Verkündigung“ als Bad Blankenburger Besonderheit

Nach Angaben des Direktors des Allianz-Zentrums, Pfarrer Reinhard Holmer, hat die Konferenz eine große Bereitschaft von Christen zur eigenständigen Beschäftigung mit der Bibel gezeigt. Zu den Besonderheiten der Blankenburger Konferenz gehöre eine „gewissenschärfende Verkündigung“ der biblischen Botschaft. Großen Zulauf hätten Seminare zu christlichen Positionen im Blick auf Lebensschutz, Ehe und Familie sowie wirtschaftliche Entwicklung gehabt. Der Wunsch nach einem konsequenten Glaubensleben habe zu zahlreichen Seelsorgegesprächen geführt, in denen es neben der Frage nach einer persönlichen Gottesbeziehung vor allem um Kraft zum Bestehen des Alltags und die Klärung von Partnerschafts-Konflikten gegangen sei.