04.08.2005

Evangelisation per Internet wird kaum genutzt

CINA-Geschäftsführer: Nicht mehr Aufwand als beim Verteilen von Traktaten <br />

Evangelisation per Internet wird kaum genutzt

CINA-Geschäftsführer: Nicht mehr Aufwand als beim Verteilen von Traktaten

B a d B l a n k e n b u r g (idea) – Eine noch weitgehend ungenutzte Missionsmethode ist beim Jahrestreffen der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg vorgestellt worden: Evangelisation per Internet. Sie werde in Deutschland bisher kaum praktiziert, obwohl sie nicht mehr Aufwand erfordere als das Verteilen von Traktaten bei einem Straßeneinsatz, sagte der Geschäftsführer der Christlichen InterNet-Arbeitsgemeinschaft (CINA), Joachim Stängle (Wetzlar), in einem Seminar am 5. August. Die meisten Missionswerke nutzten das Internet nur zur Selbstdarstellung, zur Kommunikation unter Mitarbeitern und Freunden sowie zur Spendenwerbung. Außer einem Computer brauche man viel Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse eines unsichtbaren Gegenübers. Man könne Menschen erreichen, die niemals zu einer christlichen Veranstaltung gingen. So sei es möglich, Foren für theologische Fragen einzurichten, Tagebücher (Blogs) zu veröffentlichen und PC-Gespräche (Chats) zu organisieren. Gute Anknüpfungspunkte böten auch Internetseiten mit Hinweisen auf Hobbys, Bücher oder Filme. Beim Gedankenaustausch entstünden häufig intensive Beziehungen, die sich auch zum gemeinsamen Nachdenken über religiöse Themen nutzen ließen. Praktische Anregungen enthalte das von Stängle verfaßte Buch „Fischen im Netz“ (Gerth Medien, Aßlar), zu dem die CINA ein ausführliches Schulungs- und Seminarprogramm entwickelt habe. (05.08.05/15:58)