03.08.2005
Evangelische Allianz: „Dicht bei dem, was Menschen interessiert“
Mit der Bibel tragfähige Antworten auf Sinn- und Lebensfragen suchen
Evangelische Allianz: „Dicht bei dem, was Menschen interessiert“
Mit der Bibel tragfähige Antworten auf Sinn- und Lebensfragen suchen
B a d B l a n k e n b u r g, 4. August 2005 (idea) – Die Deutsche Evangelische Allianz hat dazu beigetragen, daß sich die Kirchen wieder mehr mit zentralen biblischen Themen befassen. Das sagte der Allianz-Vorsitzende, Präses Peter Strauch (Witten) vom Bund Freier evangelischer Gemeinden, vor Journalisten bei der 110. Allianzkonferenz, die vom 3. bis 7. August im thüringischen Bad Blankenburg stattfindet. Wie in den Vorjahren beschäftige sich die Konferenz mit einem Buch der Bibel, „um von Gottes Wort ausgehend tragfähige Antworten auf Sinn- und Lebensfragen zu suchen“. Gerade die grundlegende Zusammenfassung des christlichen Glaubens im Römerbrief, der im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stehe, gebe geistliche Erklärungen für zahlreiche aktuelle Probleme in Familie, Gesellschaft und Politik. Diese hätten mit der verlorenen Gemeinschaft mit Gott zu tun. Die Menschen spürten, daß ihre Selbstheilungskräfte nicht ausreichten, und erwarteten von den Kirchen Hilfen, um Gemeinschaft mit Gott zu bekommen. Mit dem Konferenzmotto „Gott ist für uns“ sei die Allianz „ganz dicht bei dem, was die Menschen wirklich interessiert“, so Strauch. Seiner Ansicht nach war es ein Fehler, daß sich die Kirchen lange Zeit auf Herausforderungen konzentrierten, die andere gesellschaftliche Gruppen auch behandelten, etwa Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
Steeb: „Was beim Bibellesen klar wird, muß umgesetzt werden“
Der Generalsekretär der Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bekräftigte den langen Atem seiner Organisation. Als Evangelikale vor mehr als zehn Jahren die missionarische Aktion ProChrist gründeten, habe es in den Kirchen großen Widerstand gegeben. Heute unterstützten die meisten Kirchenleitungen diese Aktion. Man habe erkannt, daß die Verbreitung des christlichen Glaubens kein Sonderauftrag einzelner Gruppen sei, sondern zum Auftrag der ganzen Kirche gehöre. „Was beim Bibellesen klar wird, muß umgesetzt werden“, faßte Steeb das Selbstverständnis der Allianz zusammen.
Klaus-Peter Grasse, Stuttgart
(04.08.2005)