13.04.2005

Italiens Evangelikale: Johannes Paul II. war ein „sehr römischer“ Papst

Evangelische Allianz: Seine Marienfrömmigkeit steht dem evangelischen Glauben fern

Italiens Evangelikale: Johannes Paul II. war ein „sehr römischer“ Papst

Evangelische Allianz: Seine Marienfrömmigkeit steht dem evangelischen Glauben fern

 

R o m (idea) – Italiens Evangelikale haben aus Anlaß des Todes von Papst Johannes Paul II. nicht nur ihre Trauer zum Ausdruck gebracht, sondern auch die theologischen Unterschiede zum römischen Katholizismus herausgestellt. Auch Evangelikale empfänden ein Gefühl des Verlustes, erklärt die Italienische Evangelische Allianz. Gleichzeitig müsse man sehen, daß Johannes Paul II. ein „sehr katholischer, ja sehr römischer“ Papst gewesen sei. Die Allianz habe 1999 in einer Erklärung zum Katholizismus festgestellt, daß der evangelische Glaube eine Alternative zum römischen Katholizismus darstelle. Dieser sei ein zweideutiges System – „ein Ja und Nein zum Evangelium“. Hingegen bekenne sich der evangelische Glaube zu einem „exklusiven Ja zu Jesus Christus, in der Kraft des Heiligen Geistes und zur Ehre Gottes, des Vaters“. Ein Mann, der wie Johannes Paul II. sein Motto „Totus tuus“ (Ganz Dein) an Maria gerichtet habe, sei kein Papst, der dem evangelischen Geist nahestehe. Gleichwohl gebe es Themen, besonders auf ethischem Gebiet, bei denen Evangelikale und Katholiken übereinstimmten.

Polnische Baptisten: Das Herz für Christus öffnen

In Polen, dem Heimatland von Johannes Paul II., haben nicht nur die rund 34,7 Millionen Katholiken, sondern auch die 4.500 Baptisten „mit tiefer Anteilnahme“ auf seinen Tod reagiert. Zugleich drückte der Präsident der Freikirche, Pastor Andrzej Seweryn (Warschau), seine Hoffnung aus, „daß aus der nationalen Trauer in Polen eine geistliche Erneuerung des Landes erwächst“. Seweryn erinnert daran, daß der Papst immer wieder dafür eingetreten sei, „daß Menschen ihre Herzen für Christus weit öffnen“.