29.09.2004

Evangelikale drängen auf Halbierung der Armut bis 2015

Weltallianz, Baptistischer Weltbund und Hilfswerke unterstützen „Micha-Kampagne“<br />

Evangelikale drängen auf Halbierung der Armut bis 2015

Weltallianz, Baptistischer Weltbund und Hilfswerke unterstützen „Micha-Kampagne“

N e w Y o r k (idea) – Auf die Erfüllung des Versprechens der Weltgemeinschaft, bis 2015 die extreme Armut weltweit zu halbieren, drängt ein weltweites Bündnis evangelikaler Kirchen und Hilfsorganisationen. Die „Micha-Kampagne“ wird am 15. Oktober bei den Vereinten Nationen in New York gestartet. Ehrengast ist der anglikanische Erzbischof von Kapstadt (Südafrika), Njongonkulu Ndungane. Außerdem sind Repräsentanten der Weltbank sowie von Basisgemeinden aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Nordamerika und Europa geladen. Speerspitze der Aktion bilden die Weltweite Evangelische Allianz, die rund 400 Millionen Evangelikale in 123 Ländern vertritt, der Baptistische Weltbund (31 Millionen Gemeindemitglieder) sowie das „Micha-Netz“ von über 260 Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, darunter World Vision, Tear-Fund und World Relief. Sie wollen darauf hinwirken, daß sich die Christen stärker für die Armen engagieren und die Politiker ihrer Staaten dazu bewegen, ihr Versprechen im Blick auf die Bekämpfung der Armut zu erfüllen. Der Name der Kampagne bezieht sich auf den alttestamentlichen Propheten Micha, insbesondere auf das Wort „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8).