15.09.2004

Das war der Jesus-Tag!

Friedlich und entspannt im Ablauf, intensiv und konzentriert in der Gebetshaltung, fröhlich und kreativ in den Formen – so erlebten Beobachter und Beteiligte das vielfältige Programm von 9.30 bis in die Nacht hinein. Verantwortliche, Mitwirkende und Teilnehmer/innen sind tief dankbar für einen wunderbaren 11. September 2004!

Nach dem kurzen Auftakt begann es mit einem Gebetsweg entlang der Straße Unter den Linden und zurück. An der Spitze des Marsches gaben Tänzerinnen, Fahnenschwinger und Trommler dem Zug einen würdigen geistlichen Charakter. Schwerpunkt waren dabei die sechs Gebetsstationen, an denen jeweils ein viel beachteter konzentrierter Informations- und Gebetstext aus Lautsprechern erklang. Dazwischen ertönten alte und neue Lieder zum Mitsingen. Es gab gruppenweise auch eigene Lieder, Jesus-Sprechchöre und außerdem viele originelle Transparente.

Von der Polizei geschätzte 40.000 Christen aus dem ganzen Land waren bei der Hauptkundgebung am Brandenburger Tor dabei. Ausgehend von der Hingabe von Jesus Christus am Kreuz führten drei Kurzpredigten in diesem Gottesdienst (von Astrid Eichler, Dr. Heinrich Christian Rust und Bernd Becker) zur eigenen Hingabe und zur Übernahme von Verantwortung für unser Land. Musikalisch gestaltete Lothar Kosse mit Band diesen Teil. Beter/innen aus verschiedenen Generationen, Konfessionen und Erdteilen wirkten mit.

Zu insgesamt 56 Aktionen (einschließlich Jesus-Video-Verteilung) machten sich viele der Teilnehmer auf zu den „Wegen in die Stadt“ am Nachmittag. Tausende begeisterte Kinder verfolgten während dessen mit ihren Familien ihr eigenes Programm auf der Hauptbühne. Eine größere evangelistische Aktion gab es etwa auf dem Potsdamer Platz. Die Kundgebung für das Existenzrecht Israels und gegen Antisemitismus auf dem Alexanderplatz fand viel Beachtung; dazu gehörte auch die aus der Luft gefilmte Bildung eines Davidsterns aus Menschenketten. Um das Reichstagsgebäude herum gab es eine eindrucksvolle „stille“ Gebetsdemo mit vielen Transparenten für das Parlament, die Abgeordneten und die deutsche Politik.

Viele waren wieder oder erstmals beim Abschluss-Gottesdienst vor dem stimmungsvoll beleuchteten Brandenburger Tor dabei und feierten teilweise ausgelassen. Als besonders eindrucksvoll wurde empfunden, wie unter Gebet die Fahnen der 16 Bundesländer zum Kreuz gebracht wurden. Ein Gebetskonzert auf der Bühne, Klassik und Improvisation im Berliner Dom und eine überfüllte Worship Night in Tempelhof rundeten den Tag ab.

Erste Reaktionen betonen übereinstimmend, auch im Unterschied zu den Vorläufer-Veranstaltungen, mehr Konzentration auf das ernsthafte Gebet für unser Land, die Gesellschaft und die vom Terror bedrohte Welt. Dies sei auch dem Datum 11.September angemessen. Diese erwartungsvolle Gebetshaltung verbinde sich organisch mit der modernen Lobpreiskultur und bunten Ausdrucksformen des Glaubens, gerade in der am Jesus-Tag vorherrschenden jungen Generation.

Die Kollekte in den beiden Gottesdiensten ergab 70.000 €. Weil der Leitungskreis schon viele positive Reaktionen auf den Tag erhielt, erwartet er, dass Teilnehmer und Freunde des Jesus-Tages in den nächsten Wochen die Finanzierungslücke von 250.000 € füllen.

(gez) Axel Nehlsen