10.10.2004

Keine Autobahngebühren für humanitäre Hilfstransporte

Erfolgreiche Initiative von Evangelischer Allianz und CDU-Abgeordneter

Keine Autobahngebühren für humanitäre Hilfstransporte

Erfolgreiche Initiative von Evangelischer Allianz und CDU-Abgeordneter

B e r l i n (idea) - Hilfswerke, die humanitäre Transporte ins Ausland durchführen, brauchen keine Autobahnmaut zu bezahlen. Das hat der Bundestag am 1. Oktober beschlossen. Zunächst sollte nur der Zivil- und Katastrophenschutz von der ab 1. Januar geltenden Straßenbenutzungsgebühr befreit sein. Andere Organisationen hätten die Gebühr über Spenden finanzieren müssen. Beispielsweise müßte die Auslandshilfe des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (Dietzhölztal) jährlich rund 12.000 Euro zusätzlich aufwenden. Diese freikirchliche Hilfsorganisation bringt jährlich rund 1.000 Tonnen Hilfsgüter nach Rumänien, Bulgarien, in den Kosovo und nach Mazedonien. Für die Mautbefreiung engagierten sich der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz bei der Bundesregierung, Wolfgang Baake, und die CDU-Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer (beide Wetzlar) sowie die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, die die Interessen von 25 evangelikalen Hilfswerken vertrat. Zunächst wurden mehrere Eingaben beim Verkehrsministerium abgelehnt. Schließlich machte sich die CDU/CSU-Fraktion das Anliegen zu eigen, dem sich dann auch der Bundestag anschloß. Dazu sagte Baake, der hauptberuflich Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) ist: „Wir sind glücklich, daß die zweckgebundenen Spendengelder nicht für Steuern ausgegeben werden müssen, sondern in Hilfsprojekte fließen können.“