10.10.2004

Der Glaube verbindet Christen mehr, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten läßt

Der Glaube verbindet Christen mehr, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten läßt<br />100 Jahre Evangelische Allianz Nürnberg und Fränkische Glaubenskonferenz N ü r n b e r g, 10. Oktober 2004 (idea) – Einer der ältesten christlichen Zusammenschlüsse Deutschlands, die Evangelische Allianz Nürnberg, feierte vom 5. bis 10. Oktober ihr 100jähriges Bestehen. Ihr gehören 26 freikirchliche Gemeinden und pietistische Gemeinschaften sowie freie Werke und Initiativen an. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bezeichnete Zusammenarbeit als einzig angemessene Reaktion von Christen auf das Gebet Jesu Christi in Johannes 17, daß seine Nachfolger eins seien. Das gemeinsame Auftreten der Nürnberger Protestanten zeige, daß der christliche Glaube mehr Verbindendes habe, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten lasse. Das fördere die Glaubwürdigkeit der Verkündigung, sagte Steeb während des Höhepunkts der Jubiläumswoche, der Fränkischen Glaubenskonferenz am 10. Oktober mit knapp 1.800 Besuchern. Zu den regelmäßigen Aktionen der Nürnberger Allianz gehören Gebetsveranstaltungen, Bibeltage, Jugendgottesdienste und Evangelisationen. Bei einem Empfang würdigte Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) die sozialen Aktivitäten der Allianz. Sie unterstützt unter anderem die Arbeitskreise „Weißer Friede“, der sich für den Schutz ungeborener Kinder einsetzt, und „Suchet der Stadt Bestes“, der für Solidarität mit Israel wirbt. Dekan Michael Bammessel von der evangelischen Landeskirche dankte der Allianz für ihr Bemühen, Brücken zwischen Freikirchen und der evangelischen Kirche in Nürnberg zu schlagen. Einige prägende Persönlichkeiten seien Pfarrer gewesen, etwa die Vorsitzenden Hermann Galsterer (1944 bis 1947) und Kurt Heimbucher(1968 bis 1984) sowie Franz Soellner als der 2. Vorsitzender von 1984 bis 1996. Seit Anfang 2003 ist der Baptistenpastor Mathias Barthel Vorsitzender. Warum sollen Menschen an Jesus Christus glauben? <br />Nach Ansicht des schottischen Theologen und Direktors des US-amerikanischen Instituts für Apologetik und Geistliche Wissenschaften (Atlanta/US-Bundesstaat Georgia), Stuart McAllister, hat die evangelikale Bewegung ihren früheren Schwung verloren. Die Gleichsetzung von evangelikal und evangelistisch gelte nicht mehr, sagte der ehemalige Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz. Nur noch wenige Christen seien fähig und willig, den Glauben alltagsrelevant zu verkündigen. Die meisten behandelten theologische Fragen, für die sich kein Kirchenferner interessiere, anstatt deutlich zu machen, warum Menschen an Jesus Christus glauben sollten. Viele Gemeinden hätten sich in Nischen zurückgezogen. Dabei sollten Christen Repräsentanten für das Reich Gottes sein, indem sie dessen Willen bekanntmachen, Ehe und Familie stärken sowie Konsumorientierung und Habsucht widersprechen. Die Zusammenarbeit von Christen bezeichnete McAllister als meist oberflächlich. Wirkliche Einheit zeichne sich dadurch aus, daß Pietisten, Charismatiker, Landes-, Frei- und Pfingstkirchler gemeinsam beten, einander Gutes tun und zusammen Jesu Auftrag zur Verbreitung des Evangeliums umsetzen. <br />

Der Glaube verbindet Christen mehr, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten läßt

Der Glaube verbindet Christen mehr, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten läßt
100 Jahre Evangelische Allianz Nürnberg und Fränkische Glaubenskonferenz

N ü r n b e r g, 10. Oktober 2004 (idea) – Einer der ältesten christlichen Zusammenschlüsse Deutschlands, die Evangelische Allianz Nürnberg, feierte vom 5. bis 10. Oktober ihr 100jähriges Bestehen. Ihr gehören 26 freikirchliche Gemeinden und pietistische Gemeinschaften sowie freie Werke und Initiativen an. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bezeichnete Zusammenarbeit als einzig angemessene Reaktion von Christen auf das Gebet Jesu Christi in Johannes 17, daß seine Nachfolger eins seien. Das gemeinsame Auftreten der Nürnberger Protestanten zeige, daß der christliche Glaube mehr Verbindendes habe, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten lasse. Das fördere die Glaubwürdigkeit der Verkündigung, sagte Steeb während des Höhepunkts der Jubiläumswoche, der Fränkischen Glaubenskonferenz am 10. Oktober mit knapp 1.800 Besuchern. Zu den regelmäßigen Aktionen der Nürnberger Allianz gehören Gebetsveranstaltungen, Bibeltage, Jugendgottesdienste und Evangelisationen. Bei einem Empfang würdigte Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) die sozialen Aktivitäten der Allianz. Sie unterstützt unter anderem die Arbeitskreise „Weißer Friede“, der sich für den Schutz ungeborener Kinder einsetzt, und „Suchet der Stadt Bestes“, der für Solidarität mit Israel wirbt. Dekan Michael Bammessel von der evangelischen Landeskirche dankte der Allianz für ihr Bemühen, Brücken zwischen Freikirchen und der evangelischen Kirche in Nürnberg zu schlagen. Einige prägende Persönlichkeiten seien Pfarrer gewesen, etwa die Vorsitzenden Hermann Galsterer (1944 bis 1947) und Kurt Heimbucher(1968 bis 1984) sowie Franz Soellner als der 2. Vorsitzender von 1984 bis 1996. Seit Anfang 2003 ist der Baptistenpastor Mathias Barthel Vorsitzender.

Warum sollen Menschen an Jesus Christus glauben?
Nach Ansicht des schottischen Theologen und Direktors des US-amerikanischen Instituts für Apologetik und Geistliche Wissenschaften (Atlanta/US-Bundesstaat Georgia), Stuart McAllister, hat die evangelikale Bewegung ihren früheren Schwung verloren. Die Gleichsetzung von evangelikal und evangelistisch gelte nicht mehr, sagte der ehemalige Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz. Nur noch wenige Christen seien fähig und willig, den Glauben alltagsrelevant zu verkündigen. Die meisten behandelten theologische Fragen, für die sich kein Kirchenferner interessiere, anstatt deutlich zu machen, warum Menschen an Jesus Christus glauben sollten. Viele Gemeinden hätten sich in Nischen zurückgezogen. Dabei sollten Christen Repräsentanten für das Reich Gottes sein, indem sie dessen Willen bekanntmachen, Ehe und Familie stärken sowie Konsumorientierung und Habsucht widersprechen. Die Zusammenarbeit von Christen bezeichnete McAllister als meist oberflächlich. Wirkliche Einheit zeichne sich dadurch aus, daß Pietisten, Charismatiker, Landes-, Frei- und Pfingstkirchler gemeinsam beten, einander Gutes tun und zusammen Jesu Auftrag zur Verbreitung des Evangeliums umsetzen.

N ü r n b e r g, 10. Oktober 2004 (dea/idea) – Einer der ältesten christlichen Zusammenschlüsse Deutschlands, die Evangelische Allianz Nürnberg, feierte vom 5. bis 10. Oktober ihr 100jähriges Bestehen. Ihr gehören 26 freikirchliche Gemeinden und pietistische Gemeinschaften sowie freie Werke und Initiativen an. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bezeichnete Zusammenarbeit als die angemessene Reaktion von Christen auf das Gebet Jesu Christi in Johannes 17, daß seine Nachfolger eins seien. Das gemeinsame Auftreten der Nürnberger Protestanten zeige, daß der christliche Glaube mehr Verbindendes habe, als die Aufspaltung in Konfessionen vermuten lasse. Das fördere auch die Glaubwürdigkeit der Verkündigung, sagte Steeb während des Höhepunkts der Jubiläumswoche, der Fränkischen Glaubenskonferenz am 10. Oktober mit knapp 1.800 Besuchern. Steeb bedankte sich auch bei der Nürnberger Allianz dafür, dass sie zu den "zuverlässigen Säulen örtlicher Allianzen" in Deutschland gehöre und immer auch den Blick über den Horizont der eigenen Stadt hinaus für das ganze des Reiches Gottes habe. Dies zeige sich auch in der aktiven Gastfreundschaft für christliche Großveranstaltungen, die verhältnismäßig häufig in Nürnberg stattfinden.

Zu den regelmäßigen Aktionen der Nürnberger Allianz gehören Gebetsveranstaltungen, Bibeltage, Jugendgottesdienste und Evangelisationen. Bei einem Empfang würdigte Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) die sozialen Aktivitäten der Allianz. Sie unterstützt unter anderem die Arbeitskreise „Weißer Friede“, der sich für den Schutz ungeborener Kinder einsetzt, und „Suchet der Stadt Bestes“, der für Solidarität mit Israel wirbt. Dekan Michael Bammessel von der Evangelischen Landeskirche in Bayern dankte der Allianz für ihr Bemühen, Brücken zwischen Freikirchen und der evangelischen Kirche in Nürnberg zu schlagen. Einige prägende Persönlichkeiten seien landeskirchliche Pfarrer gewesen, etwa die Vorsitzenden Hermann Galsterer (1944 bis 1947) und Kurt Heimbucher(1968 bis 1984) sowie Franz Soellner als der 2. Vorsitzender von 1984 bis 1996. Seit Anfang 2003 ist der Baptistenpastor Mathias Barthel Vorsitzender.

Warum sollen Menschen an Jesus Christus glauben?


Nach Ansicht des schottischen Theologen und Direktors des US-amerikanischen Instituts für Apologetik und Geistliche Wissenschaften (Atlanta/US-Bundesstaat Georgia), Stuart McAllister, hat die evangelikale Bewegung ihren früheren Schwung verloren. Die Gleichsetzung von evangelikal und evangelistisch gelte nicht mehr, sagte der ehemalige Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz. Nur noch wenige Christen seien fähig und willig, den Glauben alltagsrelevant zu verkündigen. Die meisten behandelten theologische Fragen, für die sich kein Kirchenferner interessiere, anstatt deutlich zu machen, warum Menschen an Jesus Christus glauben sollten. Viele Gemeinden hätten sich in Nischen zurückgezogen. Dabei sollten Christen Repräsentanten für das Reich Gottes sein, indem sie dessen Willen bekanntmachen, Ehe und Familie stärken sowie Konsumorientierung und Habsucht widersprechen. Die Zusammenarbeit von Christen bezeichnete McAllister als meist oberflächlich. Wirkliche Einheit zeichne sich dadurch aus, daß Pietisten, Charismatiker, Landes-, Frei- und Pfingstkirchler gemeinsam beten, einander Gutes tun und zusammen Jesu Auftrag zur Verbreitung des Evangeliums umsetzen.