14.11.2004
Christenheit braucht „Durchbruch zur gegenseitigen Wertschätzung“
90. Allianzkonferenz: Vermittelt positive Botschaften!
Christenheit braucht „Durchbruch zur gegenseitigen Wertschätzung“
90. Allianzkonferenz: Vermittelt positive Botschaften!
H e i l b r o n n, 11. November 2004 (idea) – Christen sollten mehr positive Botschaften vermitteln. Dazu rief der Vorsitzende des Jugendkongresses „Christival“, der Sprachforscher Roland Werner (Marburg), bei der 90. Heilbronner Allianzkonferenz vom 8. bis 11. November auf. Seinen Beobachtungen zufolge treten Gemeinden häufig wie Zensurbehörden auf, anstatt für ein Leben mit Gott zu werben. Ihre Kritik betreffe Moralvorstellungen, kulturelle Vorlieben und Kleidung von Nichtchristen ebenso wie andere Frömmigkeitsstile. Selbst innerhalb von Gemeinden gebe es viel Streit, Rechthaberei und Unehrlichkeit, was sich negativ auf ihre Attraktivität für Außenstehende auswirke. Werner forderte einen „Durchbruch zur gegenseitigen Wertschätzung“, damit die Christenheit gemeinsam das Evangelium in einer gottlosen Welt verkündigen könne. Mauern zwischen den Konfessionen und theologischen Prägungen seien ein Zeichen dafür, daß Christen selbstgenügsam seien. In Verfolgungszeiten fielen die Schranken von selbst. Auch der Leiter der Initiative „Gemeinde mit Perspektive – vor Ort und weltweit“, Fritz Schuler (Mosbach bei Heidelberg), wandte sich gegen das ständige Klagen über einen gesellschaftlichen Werteverfall. Wichtiger sei es, daß Christen die Werte Gottes in ihren Alltag integrierten. Dazu gehöre insbesondere, Gottes Liebe zu den Menschen weiterzugeben. Beispielsweise könne man Ausländerkindern bei Hausaufgaben helfen oder an Weihnachten einen ausländischen Studenten einladen.
Prälat: Behinderung rechtfertigt keine Abtreibung
Im Grußwort der württembergischen Landeskirche sagte Prälat Paul Dieterich, daß Gott jedem Menschen einen unveräußerlichen Wert gegeben habe, den niemand wegnehmen könne. Deshalb müßten sich auch Eltern behinderter Kinder nicht rechtfertigen, wenn sie keine Abtreibung vornehmen ließen. Die Menschenwürde sei wie ein festlicher Mantel, der Behinderte, Arme und Notleidende schmücke und schütze, so der Regionalbischof. Die Konferenz befaßte sich mit dem Thema „wertvoll leben“. Zu insgesamt zehn Bibelarbeiten, Lebensberichten und theologischen Vorträgen kamen wie in den Vorjahren insgesamt rund 3.000 Besucher, teilte der örtliche Allianz-Vorsitzende, Prediger Helmut Geggus, idea mit.