10.05.2004

EKD-Ratsvorsitzender für moslemisches „Wort zum Freitag“

Islam-Arbeitskreis kritisiert Huber: Keine Werbung für andere Religionen

EKD-Ratsvorsitzender für moslemisches „Wort zum Freitag“

Islam-Arbeitskreis kritisiert Huber: Keine Werbung für andere Religionen

B e r l i n (idea) – Ein moslemisches „Wort zum Freitag“ hat der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), vorgeschlagen. Ein eigenes Angebot in deutscher Sprache für die 3,2 Moslems in Deutschland wäre begrüßenswert, sagte Huber der „Bild am Sonntag“. Solch eine Sendereihe könne der Integration dienen. Der Bischof war gefragt worden, ob es eine besinnliche Sendung wie das 50 Jahre alte „Wort zum Sonntag“ nicht auch für andere Religionen geben solle. Hubers Vorstoß ist auf Kritik gestoßen. Es gehöre nicht zu den Aufgaben der Kirche, Öffentlichkeitsarbeit für andere Religionen zu machen, sagte der Vorsitzende des Islam-Arbeitskreises der Deutschen Evangelischen Allianz, Kirchenrat i.R. Albrecht Hauser (Korntal bei Stuttgart), gegenüber idea. Vielmehr sollten Christen befähigt werden, sich in einer zunehmend multireligiösen Gesellschaft zu ihrem Glauben zu bekennen und Nichtchristen einzuladen, Jesus Christus kennenzulernen. Wo die Kirche schwach und zerstritten sei, hätten andere Religionen und Ideologien leichtes Spiel, so Hauser. (054/2004/A)