08.05.2004
EKD-Ratsvorsitzender Huber stellt sich hinter den Jesus-Tag 2004
Eine wichtige Aufgabe: Verantwortung Tragende im Gebet begleiten
EKD-Ratsvorsitzender Huber stellt sich hinter den Jesus-Tag 2004
Eine wichtige Aufgabe: Verantwortung Tragende im Gebet begleiten
B e r l i n – Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber (Berlin), hat sich hinter das Anliegen des Jesus-Tages am 11. September in Berlin gestellt: „Es freut mich, wenn der christliche 2Glaube öffentlich ins Gespräch gebracht wird“, schreibt Huber im gerade in einer Auflage von 350.000 Exemplaren erschienen „Infomagazin Jesus-Tag 2004“. Huber fügt hinzu: „Unser Land und die in ihm Verantwortung Tragenden in Gebet und Fürbitte zu begleiten, ist eine wichtige Aufgabe für Christinnen und Christen“.
50.000 Christen wollen feiern, beten, handeln
Die Initiatoren, ein überkonfessioneller Kreis von Christen aus Kirchen und Freikirchen, verfolgen mit dem Jesus-Tag drei Ziele, die im Motto „Feiern. Beten. Handeln“ zusammen gefasst sind. Dazu der Vorsitzende Pfarrer Axel Nehlsen (Berlin): „Möglichst viel Christen wollen an einem Tag öffentlich auf die Straßen der Hauptstadt Jesus bekennen, indem sie in Einheit Gott loben, für unser Land beten und die gute Botschaft von Jesus Christus zu den Menschen bringen.“ Er fände es großartig, wenn erneut 50.000 Christen – wie am Jesus-Tag 2000 – mit dabei wären. Nach Nehlsens Worten findet der Jesus-Tag bewusst auf den Tag genau drei Jahre nach den Terroranschlägen von New York und Washington statt: Man wolle so „Gottes Versöhnungsangebot in de Öffentlichkeit tragen“. Nehlsen wörtlich: „Wenn wir erwartungsvoll beten, dann wird das die Atmosphäre in Deutschland positiv verändern.“
US-Botschafter Coats: Worte Jesu spenden krisengeschüttelter Welt Trost
Mit einem Bibelvers begrüßt US-Botschafter Daniel R. Coats den Jesus-Tag: Er erinnert an die Worte von Jesus Christus aus dem Johannesevangelium 14, „die in dieser krisengeschüttelten Welt Trost und Hoffnung spenden“: „Frieden lass ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“
Pfingstler-Präses: „Ich bin wieder dabei“
Auch der Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Ingolf Ellßel (Tostedt bei Bremen), ist begeistert vom Jesus-Tag und der „zunehmenden Intensität, mit der immer mehr Christen in unserer Hauptstadt kommen“. Für Ellßel steht fest: „Ich bin wieder dabei.“
Visionäre Reportage: Als ob sich die Gegenwart Gottes auf uns legt
In einer visionären Reportage im Infomagazin beschreibt der bekannte Baptistenpastor und Buchautor Dr. Heinrich-Christian Rust (Braunschweig), wie er sich den Jesus-Tag vorstellt und was er dort vermutlich erleben wird. „Es ist, als wenn sich die Gegenwart Gottes auf uns legt“, beschreibt er seine möglichen Empfindungen während eines Gottesdienstes, der zwischen 13 und 15 Uhr am Brandenburger Tor stattfinden wird. Rust rechnet damit, dass die „Gebetskompetenz im Land“ durch den Jesus-Tag gesteigert wird: „Jesus will durch Gebete unser Land in eine Veränderung führen.“
Geschäftsführer: Spendenaufruf stieß auf positive Resonanz
Nach Angaben des Geschäftsführers des Jesus-Tages, Friedrich-Ludwig Otterbach (Berlin), ist ein Spendenaufruf unter den Christen in Deutschland auf positive Resonanz gestoßen. Die Finanzierung der Veranstaltung sei somit gesichert. Zahlreiche zinslose Darlehen seien eingegangen. Dennoch benötige man weiterhin Spenden, um die insgesamt rund 480.000 Euro teure Veranstaltung durchführen zu können.
Wege in die Stadt: Gebete vor dem Bundeskanzleramt und in Obdachlosenheimen
Zeitgleich mit dem Infomagazin sind zur Vorbereitung für das Großtreffen auch zwei Musik-CDs erschienen: „Dies ist dein Tag“ des Gitarristen Lothar Kosse, auf der alle Lieder zu hören sind, die beim Jesus-Tag gesungen werden, und „Es geht um Jesus“. Diese Kinder-CD enthält Lieder von bekannten christlichen Kinderliedermachern, etwa Daniel Kallauch, die bei einem Familienprogramm während des Jesus-Tages angestimmt werden sollen. Dieses Familienprogramm findet nach den Worten von Otterbach parallel zum Programmpunkt „Wege in die Stadt“ am Nachmittag, bei dem die Teilnehmer 60 Krankenhäuser, Sozialstationen und Notunterkünfte besuchen, um dort gezielt zu beten. Eine Gruppe wird auch vor dem Bundeskanzleramt beten, so Otterbach. Er geht fest davon aus, dass die Gebete einen positiven Einfluss auf die Politik und Gesellschaft haben werden. Zur Begründung verweist er auf die Erfahrung. Die Demonstrationen in diesem Jahr am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg seien wesentlich friedfertiger verlaufen als in den Vorjahren. Otterbach ist sich sicher, dass dies auf den überkonfessionellen Gebetsgottesdienste an diesem Tag zurück zu führen ist.