20.01.2004

Im schwierigen Umfeld nicht mutlos

Evangelische Allianz will heuer den Einheitsgedanken weiter voranbringen und Jugend ansprechen

Im schwierigen Umfeld nicht mutlos

Evangelische Allianz will heuer den Einheitsgedanken weiter voranbringen und Jugend ansprechen

SCHWABACH (mr) – Im Zeichen der Einheit beim Wesentlichen des christlichen Glaubens und versöhnter Vielfalt in dessen Ausdrucksformen stand die weltweite Gebetswoche 2004 der Evangelischen Allianz unter dem Motto „Lebens-Lauf“. Die Gesamtteilnehmerzahl der Veranstaltungen überstieg auch heuer die 500; Kollektengaben von 1 330 Euro kommen nun der Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz und der Jugendwoche „JesusHouse“ im März in Schwabach zugute.

Der von Kerstin Kuder moderierte Eröffnungsgottesdienst im fast vollbesetzten Gemeindehaus St. Martin wurde durch die Posaunenklänge des Bläserchores der Landeskirchlichen Gemeinschaft und die Stimmen des gemischten Chores der Baptistengemeinde Nürnberg auch zu einem musikalischen Erlebnis.

In seinem Jahresbericht stellte Allianz-Vorsitzender Prädikant Michael Reichel das große Engagement hunderter engagierter Christen bei Vorbereitung und Durchführung des Jahres der Bibel, insbesondere bei den Großveranstaltungen „ProChrist“ und „Bibel-Marathon“, heraus.

In einem gesellschaftlich und teilweise auch kirchlich schwieriger gewordenen Umfeld werde sich die Allianz nicht entmutigen lassen. Das Jahr 2004 werde einerseits der Förderung und Vertiefung des Einheitsgedankens innerhalb der allianznahen Gemeinden und Kreise gewidmet, andererseits mit dem Jugend-Event „JesusHouse“ vom 16. bis 20. März, das sich besonders an die Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen richtet, auch eine öffentlichkeitswirksame Großaktion bringen.

Mit dem Schwabacher „ProChrist“-Video bedankte sich Reichel bei Dekan Wolfgang Jürgen Stark, der sich in seiner gesamten Amtszeit der Arbeit der Evangelischen Allianz gegenüber solidarisch gezeigt und an ihren Veranstaltungen stets auch aktiv mitgewirkt habe. In seiner Predigt „Antreten“, dem ersten der sportlichen Leitworte der diesjährigen Gebetswoche, betonte Dekan Stark, dass christliches Glaubensleben nicht „zum Schnäppchenpreis“ zu bekommen sei, sondern lebenslangen Einsatz und tägliches Training benötige.

Die meisten Gottesdienst-Teilnehmer blieben im Anschluss noch zum Kaffeetrinken zurück, um in angeregten Gesprächen Mitchristen aus anderen Gemeinden kennen zu lernen und sich über Glaubensfragen auszutauschen.

Für die sechs folgenden Gebetsabende hatten Mitarbeiter der Landeskirchlichen Gemeinschaft unter Leitung von Renate Klötzing mit liebevoll dekorierten Räumen und abwechslungsreichen Erfrischungs-Büfetts eine gastfreundliche Atmosphäre geschaffen. So unterschiedlich wie die Bestuhlung an den einzelnen Abenden angeordnet war, so sehr unterschieden sich auch die Sprache der Predigten, die Musikstile der beteiligten Bands und die Formen des Gebets, was jedem Abend sein besonderes Gepräge gab.

Theologen und verantwortliche Mitarbeiter aus den beiden großen Kirchen, aus den freikirchlichen und freien Gemeinden der Stadt, aus christlichen Gemeinschaften und Jugendverbänden hatten Moderation, Verkündigung und musikalische Gestaltung übernommen. Was sie alle verbindet, ist der lebendige persönliche Glaube an Jesus Christus und der engagierte Einsatz für ein gemeinsames Zeugnis der Christen bei der Gestaltung des Lebens-Laufs.

Besondere Erwähnung verdient der Jugendabend, zu dem sich neben etwa 20 Älteren rund 50 Teenager und Twens eingefunden hatten. Nach fetziger Lobpreismusik einer gemeindeübergreifenden Combo erläuterte die neue hauptamtliche Jugendreferentin der Landeskirchlichen Gemeinschaft, Lissi Emmert, das Motto des Abends „Durchhalten“ mit anschaulichen Rollenspielen und Requisiten. Begeistert waren die jugendlichen Teilnehmer auch dabei, als es galt in fünf großen Gebetskreisen persönliche, gemeindliche und gesellschaftliche Anliegen vor Gott zu bringen.

Elementen aus der Gebetswoche der Evangelischen Allianz Schwabach kann man auch während des Jahres immer wieder begegnen: Durch Teilnahme am monatlichen Gebetstreffen der Allianz (jeden ersten Donnerstag im Monat, um 19 Uhr, im Kapitelshaus, Martin-Luther-Platz 1) oder an den gemeindenübergreifenden Lobpreisgottesdiensten (jeden letzten Sonntag im Monat, um 19.30 Uhr, in der Spitalkirche).