07.01.2004

Evangelikale und „Rom“: Übereinstimmung bei Homosexualität

Evangelikale Theologen unterstützen Erklärung der päpstlichen Glaubenskongregation

Evangelikale und „Rom“: Übereinstimmung bei Homosexualität

Evangelikale Theologen unterstützen Erklärung der päpstlichen Glaubenskongregation

T ü b i n g e n (idea) - In der Ablehnung homosexueller Praktiken gibt es eine „beachtliche Übereinstimmung“ zwischen katholischen und evangelischen Theologen. Dies stellt die Systematische Facharbeitsgruppe des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) in einer Stellungnahme zu einer Erklärung der päpstlichen Glaubenskongregation fest. In deren „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“ vom 3. Juni 2003 heißt es, daß derartige Bemühungen „eine Billigung abwegigen Verhaltens“ bedeuteten und die grundlegenden Werte verdunkelten, die zum gemeinsamen Erbe der Menschheit gehörten. Solchen Sätzen sei aus evangelischer Sicht nichts hinzuzufügen, stellt die Fachgruppe fest, der auch der AfeT-Vorsitzende, Rektor Rolf Hille (Tübingen), angehört.

Selbstaufgabe der evangelischen Theologie

 

Die evangelikalen Theologen bejahen uneingeschränkt die katholische Aussage, daß die Bibel Homosexualität als schöpfungswidrige Anomalie verwerfe. Die im Protestantismus um sich greifende theologische Akzeptanz homosexueller Praktiken bedeute eine Preisgabe des reformatorischen Schriftprinzips und der jahrhundertelangen evangelischen Auslegungstradition. Sie laufe auf eine Selbstaufgabe der evangelischen Theologie hinaus. Der Fachgruppe zufolge müßte es auch für evangelische Theologen selbstverständlich sein, daß christliche Politiker keinem Gesetz zustimmen können, das die biblisch bezeugten schöpfungsmäßigen Grundlagen des Menschseins und des Staates untergrabe.

Das Dokument im Wortlaut finden Sie hier www.afet.de/Stellungnahme2003.pdf